Sewing Sunday

Ich nähe sehr gerne. Alles mögliche kommt dabei raus: Kleidung (mehr oder weniger alltagstauglich und tragbar) oder hübsche, mehr oder weniger nützliche Kleinigkeiten. Letztes Jahr zu Weihnachten haben meine Ladies z.B. einen selbstgenähten Adventskalender bekommen. Der war nicht spektakulär, aber für 4 Mädels jeweils 24 Beutelchen nähen ist auf eine ganz eigene Art und Weise anspruchsvoll.
Ich nähe sogar mehr oder weniger regelmäßig (ist ein bisschen wie mit dem Zocken, das kommt so schubweise), nicht immer ganz nach Anleitung (so, wie beim Kochen) und mittlerweile sogar recht ordentlich.
Am vergangenen Freitag habe ich eine Nähpackung geschenkt bekommen.
Nähpackung
Ich war hin und weg. Ich liebe Taschen (und hey! das sind ja schon fast 2 Taschen, weil man sie wenden kann), ich liebe Nähen, ergo: Perfektes Geschenk. Hätte am liebsten sofort angefangen. Aber Freitag war basteln mit LEGO angesagt. Das Nähen musste also warten.
Am Samstag hab ich mich irgendwie bei Angry Birds festgespielt und bin somit auch nicht zum Nähen gekommen *seufz*
Aber am Sonntag war es dann endlich soweit. Nachdem ich ziemlich lange an meinem Escada-Artikel getüftelt hab, hab ich meine Nähuntensilien hervorgeholt und die Tasche genäht.
Packung auf und ab geht’s!
Packungsinhalt
Inhalt: 2x Stoff (ca. 50 x 110), 1x Bügelvlies, 1 Schnittbogen, 1 Anleitung.
Eigentlich soll man den Stoff, wie immer beim Nähen, vorwaschen. Ich habe das mal gekonnt ausgelassen. Ich mache mir jetzt nicht so große Sorgen, dass die Tasche einlaufen könnte, wenn ich sie wasche. Würde sie eh nur kalt und per Hand waschen. Da ist das durchaus vernachlässigbar. Zumindest habe ich bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht.
Wenden wir uns aber nun gewissenhaft der Anleitung zu. Die sagt einem dann, dass man das Vlies auf den gepunkteten Stoff bügeln soll. Okay! Los geeeeht’s? Bei welcher Temperatur denn? Und muss ich noch ein Tuch drüber legen? Naja. Anleitung genau durchgesucht, Packung gedreht und gewendet. Kein Hinweis darauf, was ich genau machen soll. Sicherheitshalber also ein Stück Backpapier untergelegt und dann auf höchster Stufe gebügelt. Nach einiger Zeit hält das Vlies dann ordentlich.
Der nächste Schritt ist das Übertragen des Schnittmusters. Die Anleitung sieht eine Nahtzugabe von 1 cm vor. Ich arbeite lieber mit mehr. Abschneiden kann man hinterher immer noch. Und mal ganz abgesehen davon ist die kleinste Nahtzugabe, die mein Parallelkopierrädchen bietet, 1,5 cm. Und ja, diese 5 mm machen schon viel aus.
Dann kam der Punkt in der Anleitung, den ich nicht wirklich verstanden hab und den ich deswegen auch einfach weggelassen hab. Tut mir ja Leid, aber ich schneide doch nicht die Nahtzugabe für eine Naht ein, die ich noch ganz normal steppen werde. Das mache ich, wenn die Naht genäht ist und ich das Stück dann wenden will.
Nachdem dann die beiden Einzeltaschen zusammengesteckt waren, ging es endlich ans Nähen. Wider besseren Wissens nahm ich mir sogar den Tipp der Anleitung zu Herzen und hab die Stecknadel senkrecht zur Nahtlinie gesteckt, da man sie so angeblich gut übernähen und nach Nähen der Naht herausziehen kann. Bei den ersten beiden Stecknadeln klappte das noch gut, bei der dritten traf meine Nähnadel allerdings die Stecknadel und, sich den Gesetzen der Physik beugend, brach sie natürlich ab. Tipp also für die Tonne, back to origins.
Das Zusammennähen an sich ist aber sonst nicht weiter kompliziert.
Diese Arbeitsschritte nochmal in einer kleinen Übersicht:

Schließlich wurden die beiden Taschen ineinandergesteckt und zusammengenäht. Hier kam die o.g. Naht ins Spiel, über die die Tasche dann gewendet wird. Zum Schluss nur noch die äußeren Nähte der Henkel zusammennähen und voilà! Fertig ist eine niedliche Wendetasche.
Wendetasche
Benötigte Zeit (inkl. Fotos machen): ca. 3 Stunden.
Die Tasche kam auch sofort zum Einsatz und wow! Da passt eine Menge rein.
Inspiriert davon war ich am Montag im Karstadt, habe Stoff gekauft und gleich noch eine Tasche nach dem Wendetaschen-Schnitt genäht. Dieses Mal nur mit längeren Henkeln, damit man sie bequem über der Schulter tragen kann.
Dieses Mal kamen dunkelgrüner Köper und Baumwolldruck zum Einsatz. Ich habe schon oft ähnlichen Erdbeerdruck angeschaut und überlegt, ob ich ihn kaufe. Allerdings hatte ich immer keine Idee, was ich damit machen könnte. Nun habe ich eine Erdbeertasche :)
Erdbeertasche
Und völlig übermotiviert, wie ich dann grad war, habe ich gleich noch eine Schutzhülle für mein Grafiktablett genäht. Kann auch gewendet werden ^^ Den Blümchenstoff habe ich auch im Kartstadt gekauft, den Streifenstoff hatte ich noch liegen. Gefüttert ist die Tasche mit Fleece-Stoff.
Bamboo-Hülle
Und passend zu den kreativen DIY-Sachen gibt es jetzt auch eine Kreativ-Seite, auf der ihr euch meine kreativen Ausbrüche in diversen Kategorien anschauen könnt.

Yours, Aly

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Especially Escada Delicate Notes

Bevor ich mich nun gleich an die Nähma setzen werde, hier nun mein schon lange versprochener Review des Parfüms Especially Escada Delicate notes.
Wie ich ja bereits verkündet hatte, durfte ich das Parfüm im Rahmen eines Botschafterprojektes bei for-me testen.

Was sagt der Hersteller über das Parfüm?*
Delicate notes ist ein ein femininer Duft, der in der Herznote den sanften Duft von Rosen trägt. Er vermittelt Leichtigkeit durch eine besondere Duftkomposition.
Dezent und erfrischend zugleich: Escada wollte einen Duft kreieren, der in Gedanken das Bild taufrischer Rosen weckt und sanft ausklingen lässt. Von Birne über Rose zu holzig-weichen Nuancen entfaltet sich der Duft von Delicate notes auf der Haut.
Die Duftnoten:

  • Kopfnote: Birne – Prickelnd & erfrischend, verbreitet gute Laune
  • Herznote: Taufrische Rosennoten – Sinnlich & sanft, wirkt harmonisierend
  • Basisnote: Hölzerne Noten – Leicht & natürlich, unterstreicht die Weiblichkeit

Especially Escada Delicate notes soll Lebensfreude, Weiblichkeit und die Sinnlichkeit jeder Frau unterstreichen.
Design und Duft von Especially Escada Delicate notes gehen Hand in Hand. Der Flakon ist nicht nur Hülle, sondern Teil des Kunstwerkes: Der Duft spiegelt sich im Design und Stil des Flakons wieder und wird so für das Auge sichtbar. Der edle Flakon aus gefrostetem Glas umhüllt die zartrosa Flüssigkeit, wie der Morgentau die Rosenblüten, die Frische des Morgentaus im Kontrast zur Weiblichkeit der Blumen kommt gut zur Geltung.
Der Preis für das Eau de Toilette (UVP mit dem Hinweis, dass der tatsächliche Preis im Ermessen des Handels liegt):

  • 30 ml: ca. € 44,-
  • 50 ml: ca. € 62,-
  • 75 ml: ca. € 77,-

Meine Meinung zu Especially Escada Delicate notes

  1. Der Flakon (75 ml)
  2. Der Flakon ist wirklich wunderschön. Mir gefällt sehr, dass das Glas gefrostet ist und nicht klar. Ich denke dabei zwar eher an die ersten zarten Schneeflöckchen auf Rosenblättern als an Morgentau, aber das sei jetzt mal dahingestellt. Das Quaderdesign ist schlicht (ich mag es schlicht), gewinnt aber durch den pompösen goldfarbenen Verschluss, der das Escada-Logo (doppeltes E) darstellt. Der Verschluss lässt sich leicht entfernen, sitzt aber auch nicht zu locker. Man kann den schweren Flakon gefahrlos nur am Verschluss hochheben. Abstriche mache ich beim Flakon insofern, da ich ihn etwas unhandlich finde. Ich habe lange Finger und kann ihn noch einigermaßen gut „bedienen“, aber ich glaube mit kleineren Händen könnte es schon schwierig werden.
    Inwiefern der Flakon nun den Duft wiederspiegelt sei jedem selbst überlassen. Ich persönlich sehe in dem Design nicht die blumigen Worte, die ich oben geschrieben habe. Wie gesagt, bei gefrostetem Design denke ich eher an Schnee und eben Frost. Ich gehe allerdings bei dem Kontrast zur Weiblichkeit der Rosen mit. Das zarte Rosa des Parfüms passt ganz gut zum Stereotyp Weiblichkeit und das eher klobige Quaderdesign des Flakons bildet dazu einen guten Kontrast.

  3. Das Parfüm
  4. Das Parfüm hat eine leichte Roséfärbung. Das sieht man zwar auf der Haut nicht mehr, aber im Flakon sieht es unheimlich hübsch aus.
    Direkt nach dem Aufsprühen riecht man noch nicht viel von Rosen. Auch die versprochene Birne finde ich nicht so deutlich wieder. Es riecht schon fruchtig, aber mit Birnenduft verbinde ich es nicht. Aber was auch immer es ist, es gefällt mir.
    Die versprochene Herznote kann ich aber bestätigen :) Eindeutig Rosenduft. Aber nicht zu aufdringlich, sondern sehr angenehm. Ich finde ja, dass Rosenduft schnell extrem unangenehm werden kann. (Ich erinnere mich da immer an eine Gesichtscreme von Weleda mit Wildrose. Grausam. Hab sie nur ein einziges Mal benutzt und danach weggeschmissen, weil ich Kopfschmerzen von dem Geruch bekommen hab, so intensiv war der.)
    Zur Basisnote kann ich nicht so viel sagen. Ich rieche irgendwann gar nichts mehr xD Und dieser Status wird bei mir irgendwann nach Ich rieche Rosen erreicht. Könnte allerdings mittlerweile auch daran liegen, dass ich das Parfüm so regelmäßig verwendet habe, dass ich es einfach nicht mehr wahrnehme. So, wie man auch das Gefühl bekommt, dass ein Parfüm schneller verfliegt, wenn man es immerzu nimmt.
    Insgesamt mag ich den Duft sehr gerne. Er ist auch aus meiner Sicht leicht und frisch und somit gut für junge Damen geeignet. Er ist nicht zu aufdringlich, aber dennoch so intensiv, dass er meinem Freund auffällt (und gefällt).

Ein paar abschließende Worte
Im Rahmen des Testes habe ich auch an viele Leute Proben des Parfüms verteilt. Wie auch mir gefiel es den meisten sehr gut.
Die meisten (da ich hauptsächlich in meiner Altersgruppe verteilt habe, nicht verwunderlich) sind sich jedoch aufgrund des recht hohen Preises nicht sicher, ob sie das Parfüm kaufen würden. Ich selbst bin mir diesbezüglich auch nicht sicher. Der Duft gefällt mir so gut, dass ich sage: Klar würde ich den wieder nehmen. Der Preis lässt mich dann doch überlegen. Allerdings muss ich mir über Nachkauf in der nächsten Zeit noch keine Gedanken machen, da ich einen 75 ml großen Flakon bekommen habe und mir eher die Frage stelle, ob ich den jemals leer kriege. Ich verwende zwar fast täglich Parfüm, aber natürlich nicht immer ein und dasselbe und ich besprühe mich auch nur 1x täglich. Zum Preis sei aber natürlich auch gesagt, dass Especially Escada Delicate notes nicht teurer als andere Parfümerie-Düfte ist. Einer meiner Lieblingsdüfte kostet z.B. bei Douglas € 65/50 ml. Und wenn man nicht gerade im Parfüm badet, hat man lange etwas davon. Und Frau muss ja auch nicht gleich den Riesenflakon kaufen. Der kleinste reicht ja auch erstmal und um die € 40,- für ein gutes Markenparfüm finde ich vertretbar und würde ich auch definitiv ausgeben, wenn es mir gut gefällt.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos des wunderschönen Flakons. Der Verschluss sieht so klasse aus <3
Escada

Und da das beste ja bekanntlich zum Schluss kommt:
Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit mir getestet und mich bei der Marktforschung unterstützt haben.
Mein besonderer Dank gilt dem for-me-Team und Escada, die es mir ermöglicht haben, in den Genuss eines tollen Duftes zu kommen, der mir sonst wahrscheinlich verwehrt geblieben wäre.

Yours, Aly

* Die Informationen sind meinem Projekthandbuch entnommen.

Das, was nirgends reinpasst

Nachdem ich nun vorhin ein Nagellackrad lackiert hab und mich gefragt hab, ob Nagellack schon immer so pervers gestunken hat, überlege ich jetzt mehr Nagellackräder zu bestellen, um diese dann auch zu lackieren. War ja immerhin spaßig und gab so ein schönes Gefühl im Kopf x’D
Nein. Spaß beiseite. Ich hab tatsächlich mehr als 20 Lacke. Das ist der Grund für meine Überlegungen. Und dass ich irgendwo in den Tiefen meines Geistes viele Ideen zu Nageldesigns herumschwirren habe, aber kaum glaube, dass die es jemals auf meine Nägel schaffen werden. Vielleicht aber auf ein Präsentationsdisplay und irgendeine begabtere Nagelkünstlerin da draußen setzt es dann um. Naja, oder zumindest eine, die mehr Muße hat, sich die Nägel zu bepinseln als ich. Ich schätze, daran wird es eher scheitern als an mangelnder Begabung.
Vom Nagellackrad zu Kosmetik Kosmo.
Hat sogar Berechtigung, da ich meins dort bestellt hab. Bis gestern bestand die Möglichkeit versandkostenfrei zu bestellen und das wollte natürlich genutzt werden. Da ich mich schon lange über die völlig unmögliche Verpackung meines Nyx-Pigmentes aufrege, wollte ich es endlich mal pressen. Da ich noch ein anderes rumfliegen hatte und ja auch hoffentlich bald die Colour Arts von essence in die Geschäfte bei mir kommen, habe ich mich mal genau umgeschaut, wie man das macht, was man braucht usw. . Bei Kosmetik Kosmo habe ich letztlich das Angebot gefunden, für das ich mich entschieden hab (Set aus 12er Palette, Pfännchen und Easy Press), hab noch ein Brush Guard Set mit verschiedenen Größen dazu gepackt und bestellt. Lief alles superduper, innerhalb von 2 Tagen war das Päckchen da und ich war so begeistert vom Brush Guard, dass ich glatt noch ein Set (dieses Mal aber nur eine Größe) bestellt hab. Und so ein Nagellackrad. War ebenfalls wieder innerhalb von 2 Werktagen da (diesmal lag ein Sonntag dazwischen).
Meine Pigmente wurden natürlich auch umgehend gepresst. Die Prozedur ist quasi idiotensicher und das Ergebnis im Pfännchen kann sich sehen lassen. Ich muss nur noch irgendwann ausprobieren, wie der Lidschatten dann aufgetragen aussieht. Bleibt eben nur zu hoffen, dass die essence Pigmente ihren Weg auch in die Läden hier bei mir finden werden und ich dann fleißig weiter pressen kann. Naja, dass ich jeden Tag in die Stadt fahre und in den dm husche, hat zumindest fitnesstechnisch nur Vorteile, da ich immer mit dem Rad fahre. So spare ich erstmal das Geld fürs Fitnessstudio, bei dem ich mich anmelden will ^^
Passieren wird das definitiv. Ich weiß nur noch nicht, ob ich es noch jetzt im August mache oder erst im September. So wird das Geld für die abbestellte Douglas Box-of-Beauty einem sinnvolleren Zweck zugeführt.

Warum heißt das hier jetzt eigentlich „Das, was nirgends reinpasst“? Bis jetzt passt das doch halbwegs zusammen und hatte sogar mehr oder weniger sinnvolle Überleitungen vom einen zum anderen.
Nun ja. Mag sein. Ich finde zu allem eine halbwegs einleuchtende Überleitung, wenn es sein muss. Aber es sind alles kleine Themen für sich, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Aber ich fände es sinnlos, für jeden einen einzelnen Beitrag zu schreiben.So nach dem Motto:
Oh, ich hab meine BoB abbestellt. Habt noch einen schönen Tag meine Süßen! xoxoxo
Und auf solcherlei Blogeinträge stoße ich gelegentlich (ja, übertrieben, aber Übertreibung ist die Mutter der Anschauung). Krieg ich ’nen Krampf, wenn ich so Beiträge mit maximal 10 Zeilen lese (Abwesenheitsmeldungen nehme ich da jetzt mal raus).
Deswegen fasse ich hier also diese kleinen Sachen zusammen.

Ich habe mich dann übrigens doch entschieden, meine Bastelidee umzusetzen und nicht einfach bei ebay zu shoppen. War ’ne Aktion. Heute ist es fertig geworden und war auch schon für das Foto aus dem Nagelroutine-Fazit im Einsatz. Nur über die Ausleuchtung muss ich mir noch ein bisschen Gedanken machen. Wird wohl auf den Kauf von mindestens einer Lampe hinauslaufen.
Ich kann jetzt übrigens mit stolz geschwellter Brust verkünden, dass ich Kingdom Hearts: Birth by Sleep heute beendet habe. Mit Sercet Episode. Hach. So ein schönes Spiel.
Immer, wenn ich so spiele, bekomme ich richtig Lust aufs Zeichnen. Wird auch mal wieder Zeit. Immerhin haben letzte Woche 4 neue Copic Ciaos ihren Weg in meine Sammlung gefunden. 16 Stück kann ich jetzt noch kaufen, dann ist mein Display voll und ich hab 72 Stück. Jetzt brauch ich nur noch Ideen T.T Aber ich hab mir vorgenommen, vielleicht mal alte Zeichnungen zu colorieren. So lange mich die Muse zu einem neuen Motiv nicht küsst.
Und als Abschluss noch mein Ohrwurm der vergangenen Tage: Metric – Satelite Mind (Spotify nötig).

Yours, Aly

Nagelpflege – Ein Fazit

Anfang Juni gingen mir meine blätternden Fingernägel ja so sehr auf die Nerven, dass ich mich entschied, mal eine ordentliche Nagelpflegeroutine in Angriff zu nehmen.
Normalerweise habe ich nicht mehr als eine Handcreme verwendet. Das war es mit Hand- und Nagelpflege.
Jetzt, etwa 2 Monate später, kann ich mich wohl daran wagen, das Projekt auszuwerten.

Welche Produkte habe ich verwendet? Ich hatte ja nur die Produktarten genannt, aber noch nicht genau welche.

  • Nagelhärter: essence studio nails ultra strong nail hardener (8 ml, €1,95)
  • Nagelhautcreme: p2 Apricot Cuticle Cream (15 ml, €1,95) und essence studio nails extra moisturizing nail balm (12 ml, €1,95)
  • Nagelfeilen: p2 Expert File für weiche Nägel (€1,25), p2 Mineral File (€2,25)
  • Rosenholzstäbchen: essence studio nails rosewood sticks (5 Stk, €1,45)
  • Pflegehandschuhe: for your Beauty (weiß, aktuell €2,49 – hab meine aber schon vor Jahren gekauft, da waren sie billiger) und p2 Baumwoll-Pflegehandschuhe (rosa, €1,95)

Benutzte Produkte
Das Olivenöl lasse ich hier jetzt mal weg. Ich habe es ganze 2x geschafft ein Olivenölbad für meine Nägel zu machen. Es war mir ehrlich gesagt zu umständlich und auch ein bisschen zu verschwenderisch. Und dabei war es doch das, wovon ich mir tatsächlich was erhofft hatte!

Wie sieht die Routine, die sich entwickelt hat, aus?
Den Nagelhärter (Formaldehyd stinkt echt sowas von abartig, aber es soll ja helfen und nicht gut riechen) habe ich 2 Tage hintereinander jeweils 1x aufgetragen. Am dritten Tag habe ich die Nägel ablackiert und am vierten ging es dann wieder von vorne los. Am nagelhärterfreien Tag habe ich zur Nacht eine extra Portion p2-Nagelhautcreme und Handcreme aufgetragen und zum besseren Einwirken die Handschuhe übergezogen. Die Nagelhautcreme von p2 habe ich eigentlich nur zur Nacht genommen, die Creme von essence meist zwischendurch, besonders dann, wenn ich keine Lust hatte, die Hände komplett einzucremen. Diese Unterscheidung liegt hauptsächlich an der Verpackung der Cremes. Die Tube von essence ist aus meiner Sicht für Zwischendurch einfach besser geeignet als das Tiegelchen von p2. Außerdem finde ich die p2-Creme reichhaltiger. Und reichhaltiger ist einfach für die Nacht gemacht ^^
Die Rosenholzstäbchen habe ich am wenigsten verwendet. Es war einfach nicht so oft nötig, die Nagelhaut zurückzuschieben. Gemacht habe ich es entweder nach dem Duschen oder wenn die Nagelhaut vom Cremen schön weich war.
Gefeilt habe ich nur zum Kürzen oder wenn mal „Gebrauchsspuren“ an den Nägeln waren. Dazu habe ich erst die p2 Expert File benutzt und anschließend die Mineral File. Wenn ich mal das Gefühl hatte, dass die Nagelspitze nicht ganz ebenmäßig war (man schrammt ja ab und zu an irgendwas lang), bin ich zum Glätten nur mit der Mineral File drübergegangen.

Hat es was gebracht?
Ja! Bei den Göttern, alt und neu, JA!
Ich weiß nicht, was in der Kombination den Ausschlag gegeben hat, aber meine Nägel wachsen jetzt wie Unkraut. So, dass ich es eigentlich schon fast wieder nervig finde. Ich habe sie erst vor 2 Wochen gekürzt (so, dass der Nagel mit Fingerkuppe abschließt) und jetzt sind sie schon wieder so lang, dass ich sie glatt wieder kürzen könnte. Und noch erfreulicher: Sie blättern nicht mehr wie vorher. Meine Nägel sind jetzt rundum toll.

Und jetzt?
Nun, den Nagelhärter trage ich jetzt, nach knapp 2 Monaten, nicht mehr so regelmäßig, nehme jetzt aber ihn als Unterlack.
Bei meiner Benutzung der essence Nagelhautcreme hat sich nichts geändert. Die von p2 nehme ich nicht mehr jeden Abend, aber immer noch regelmäßig und gut verpackt unter Handschuhen. Wenn meine Nagelhaut mal wieder etwas spröder aussieht, nehme ich sie ein Mal mehr.
Wenn ich es jetzt noch hinkriege, meine Nägel ordentlich zu fotografieren und die entsprechende Muße finde, gibt es demnächst auch tatsächlich mal ein Nageldesign.
Vorzeigbar sind die Nägel ja jetzt.

Yours, Aly

[Gemacht] Blondierwäsche

Seit etwa einem Jahr wollte ich eine Blondierwäsche bei meinen Haaren machen.
Ich war letztes Jahr nicht zufrieden mit meiner Haarfarbe. Vor der Buchmesse hatte ich sie für mein Cosplay Rot coloriert. War eine unheimlich schöne Farbe, hat sich nur ganz eigenartig ausgewaschen. Schwarzkopf-Farbe mögen meine Haare anscheinend nicht. Also habe ich diverse Brauntöne drüber gelegt. Das Rot schimmerte aber immer irgendwie durch. Und nervte mich.
Ich hab dann rumgegooglet und bin auf die Blondierwäsche gestoßen. Hab mich aber nicht so recht rangetraut und beim Friseur nur blonde Strähnchen machen lassen. Nichts halbes und nichts ganzes. Aber das Vorhaben Blondierwäsche verschwand erstmal wieder in der Versenkung.
Dieses Jahr habe ich dann mal wieder eine neue Haarfarbe probiert.
Oh mann, war das dunkel D: Zu dunkel. Aber naja. Frau lebt damit. Aber gestört hat es mich besonders, als mein Haaransatz immer blonder zu werden schien.
Dann bin ich auf Youtube auf ein Video gestoßen, das den alten Gedanken wieder hervorgeholt hat.
Also habe ich auf ebay gesucht und gefunden und alles nötige für die Blondierwäsche bestellt. Kostenpunkt inkl. Versand €14,69 + €1,- für meinen improvisierten Umhang.
Was braucht man also für eine Blondierwäsche?

  1. Wasserstoffperoxid [Entwickler, Oxydant] (ich hab 1,9%-iges genommen; weniger ist mehr, nach allem, was ich gelesen hab, sollte man nicht unbedingt höher als 6% gehen)
  2. Blondierpulver (habe es schon in einen Plasteeimer umgefüllt, weil es nur in einem nicht wiederverschließbaren Beutel kam)
  3. Färbeschale aus Plastik
  4. Messlöffel (geht auch ohne, aber der misst 15 g, das ist perfekt)
  5. Färbepinsel (zum Anrühren, beim Blondieren ist er nicht so praktisch)
  6. eine Bürste(um alles gleichmäßig zu verteilen)

Zutaten

Nicht im Bild, aber unerlässlich: (Latex)Handschuhe
Nicht im Bild, aber empfehlenswert: ein Umhang (ich hab im 1-Euro-Laden einen Duschvorhang gekauft und in die Mitte ein Loch geschnitten) und ein Schwamm (ich habe ein Abschminkschwämmchen aus dem dm genommen, eignet sich hervorragend; es sollte auf jeden Fall etwas sein, dass ihr nicht mehr für was anderes braucht) und eine Küchenwaage (oder was anderes, womit ihr ordentlich abmessen könnt). Fenster wäre auch coll, das Zeug stinkt nämlich barbarisch…

Und auf geht’s!
Leider habe ich vergessen, ein Vorher-Bild meiner Haare zu machen. War schon ziemlich spät und lichttechnisch nicht mehr praktisch, als ich mich nach erfolgreicher Beendigung meiner Aufräumaktion dazu entschied, die Blondierwäsche doch noch in Angriff zu nehmen. Naja. Aktuelle Farbe hatte ich ja oben verlinkt.
Wie habe ich die Blondierwäsche gemischt?

  • 30 g Blondierpulver
  • 30 ml Wasserstoffperoxid
  • 60 ml warmes Wasser
  • etwas Shampoo (ca. 5 ml, das ist etwa ein „Spritzer“)

Verhältnis also bei Blondierpulver und Wasserstoffperoxid 1:1 und doppelt so viel Wasser.
Ich würde sagen, es ist am günstigsten, erst Pulver und Entwickler zu mischen und anschließend Wasser und Shampoo zuzugeben. Aber das kann jeder halten, wie er will. Ich hab mit meinem Pinsel vermischt, ihr könnt aber auch einen kleinen Schneebesen nehmen. Darf nur nicht aus Metall sein und sollte besser auch nicht mehr zum Kochen genommen werden ^^ Ob es auch mit einem Holzlöffel geht…keine Ahnung.
Jetzt kommt der spannende Teil. Die Blondierwäsche ist extrem flüssig. Deswegen empfehle ich zum Auftragen ein Schwämmchen zu nehmen. Das saugt sich schön voll und man kann damit die Haarsträhne so schön umschließen. Beim ersten Durchgang habe ich den Färbepinsel genommen. Geht auch, aber nicht so gut.
Ich habe die Blondierwäsche von den Spitzen beginnend aufgetragen. Ist ’ne ziemliche Sauerei. Also rundherum auf die Spitzen auftragen und zwischendurch bürsten, damit sich alles gut verteilt. Dann bin ich schrittweise höher gegangen. Allerdings nicht bis zum Ansatz, der ist ja bei mir schon so hell und vor allem nicht gefärbt. Da wäre ich nach 5 Minuten wahrscheinlich Platin. Ein bisschen was ist natürlich trotzdem drangekommen, aber nur beim ersten Durchgang.
Dann hieß es warten. Nach meiner Recherche ist die Einwirkzeit natürlich variabel, sollte aber 50 Minuten nicht übersteigen. Ich hab 30 Minuten gewartet. Dann hab ich die Spannung nicht mehr ausgehalten und wollte wissen, ob und wie viel man sieht ^^
Also ganz normal ausspülen und trocknen.
Ich war recht skeptisch, wie das Ergebnis wohl ausschauen würde. Da meine Ausgangsfarbe nicht nur extrem dunkel sondern auch noch diverse Farben in den Spitzen vorzuweisen hatte, war ich mir nicht sicher, ob man überhaupt etwas sehen würde. Mal abgesehen davon, dass ich mir Sorgen ob der Gleichmäßigkeit gemacht hab.
Ich wurde positiv überrascht. Das Ergebnis war sichtbar und auch halbwegs gleichmäßig. Meine Haare waren merklich heller und hatten mehr Rotstich. Gut, den wollte ich eigentlich gerade nicht, aber wir wissen ja alle, dass es eigentlich unvermeidlich ist. Aber Hoffen darf man trotzdem.
Zufrieden war ich aber noch nicht ganz. Ich hab meinen Haaren aber wenigstens eine Nacht Ruhe gegönnt und am nächsten Tag nochmal eine Blondierwäsche gemacht.
So sah es danach aus:
Ergebnis nach 2x
In den Spitzen sieht es dunkler aus, weil ich da Haarwachs drin hab und das Licht nicht so günstig fällt. Diese eine hellere Stelle war auch vor der Blondierwäsche heller als der Rest. Ich hab keine Ahnung, woran das liegt. Es ist aber nicht so doll, wie das Foto suggeriert. Es ist echt schwierig, Haarfarbe ordentlich zu fotografieren.
Das habe ich besonders festgestellt, als ich versucht habe ein Foto von meinen Haaren nach dem 3. Mal Blondierwäsche zu machen. Es war mir nicht möglich, ein gescheites Foto hinzubekommen, das a) einen Unterschied erkennen lässt und b) meinen Haare nicht zu orange aussehen lässt. Ein Unterschied ist nämlich da und meine Haare sind keineswegs orange. Sie haben jetzt einen unheimlich tollen hell-rehbraun-roten Ton. Ich glaube, das hier trifft es ganz gut:
Farbe
Bildquelle: http://www.clickandcare.ch/coloration/wella/color-touch/color-touch-vibrant-reds-7/47-mittelblond-rot-braun
Was auch der Grund dafür ist, dass ich mir die Farbe noch kaufen möchte. Mein Ansatz muss ja auch noch passig gemacht werden.
Aber erstmal bin ich superzufrieden ^^ Und das, obwohl ich eigentlich den Rotstich los werden wollte. Aber thanks to A Game of Thrones finde ich das mittlerweile wieder so hübsch, dass ich richtig glücklich mit dem Ergebnis bin.

Und wie haben meine Haare die Prozedur(en) überstanden?
Kann mich nicht beklagen, wenn ich ehrlich sein soll. Klar, sie waren erstmal ein bisschen strohig, aber nach einer Haarkur war alles wieder bestens. Ich möchte also mal behaupten, dass die Blondierwäsche meine Haare nicht auffällig geschädigt hat. Sie sind nicht ausgefallen, abgebrochen oder sonst irgendwie großartig anders als vorher.

Kann ich die Blondierwäsche empfehlen?
Ja, eigentlich schon. Man darf natürlich nicht zu viel erwarten (bez. der Aufhellung, es ist wirklich nur für kleine Schritte) und sollte experimentierfreudig sein. Ich kann mir vorstellen, dass es für Färbunerfahrene auch eher schwierig ist und man sich vielleicht von einer Freundin oder von Mama helfen lassen sollte. Wie gesagt, ist die Konsistenz sehr flüssig und läuft schnell mal dahin, wo man es nicht haben möchte. Wer sich aber nicht sicher ist, dem sei geraten zum Aufhellen zu einem Profi zu gehen. Kostet zwar bedeutend mehr, aber man ist meiner Meinung nach besser aufgehoben.

Yours, Aly