Arbeitsmoral

Fünf Stunden habe ich nun heute mit dem PeGaSus-Paper verbracht, um an meinem Referat für den kommenden Montag zu arbeiten. Seit etwa drei Monaten weiß ich mein Thema und habe meinen Termin.
Ich habe eine schlechte Arbeitsmoral.
Wobei das nicht richtig ist. Meine Arbeitsmoral ist lediglich schlecht verteilt. Immerhin bin ich immer zu meiner offiziellen Deadline fertig. Und kurz davor ist meine Arbeitsmoral immer grandios hoch. Und die einzige Person, der das zum Nachteil gereicht, bin ich. Ist ja also eigentlich nicht schlimm, oder?
Naja. Über die drei Tage vor der Deadline wollen wir mal nicht reden. Da geh ich dann nach einem Tag vor dem Computer (es muss ja entweder eine PowerPoint oder eine Ausarbeitung von ca. 20 Seiten am Ende rauskommen) mit Kopfschmerzen und schwummrigem Gefühl ins Bett, schlafe schlecht und mache am nächsten Tag da weiter, wo ich aufgehört habe. Gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber bei meiner Pädagogik-Hausarbeit war es tatsächlich so. Und ja: Auch hier hätte ich vorher schon genug Zeit gehabt. Ist ja bei Hausarbeiten prinzipiell immer so.
Natürlich nehme ich mir auch jedes Mal wieder vor, früher anzufangen. Klappt trotzdem nie so richtig. Nur so sporadisch. Getreu des Mottos: Ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.
Ich bin wohl einfach nicht der Typ, der schon Wochen vor Abgabetermin alles fertig hat. Bei Referaten noch weniger. Da habe ich doch zum Vortragstermin alles schon wieder vergessen und der einzige Vorteil, den ich habe, ist, dass ich meine Spickzettel nicht mehr schreiben muss.
Nicht, dass ich kein Interesse an den Themen oder so hätte oder generell keine Lust, daran zu arbeiten. Meistens ist einfach nur so, dass es erst noch wichtigeres zu erledigen gibt. Oder man hat tatsächlich mal keine Lust (oder ist krank) und will lieber stricken oder lesen (oder ja, auch mal Computer spielen). Wenn ich erstmal angefangen habe, habe ich sogar Spaß (es sei denn, das Computerprogramm, das ich brauche, verweigert seine Mitarbeit).
Und das geht mir nicht nur mir unibezogenen Sachen so.
Auch mit privaten Vergnügungen tue ich mich schwer, wenn es um das Anfangen geht. Sei es nun, ein Cosplay zu nähen, ein Weihnachtsgeschenk zu basteln oder sonst was. Ich schiebe es meist vor mir her, bis ich dann nur noch eine Woche Zeit habe ein komplettes Kostüm zu nähen. Das endet dann laut meinem Freund damit, dass ich genervt werde, weil die und das und jenes nicht so funktioniert, wie es soll und man mich am besten in der Woche vor der LBM nicht anspricht. Ich persönlich hatte bis jetzt das Gefühl, dass ich trotzdem umgänglich war und mich höchstens etwas rar gemacht hab. Aber hey! Schatz, du bist in der Woche auch immer im Stress und so! Und daran bin nicht ich Schuld! Wollte ich hier nur mal zu meiner Ehrenrettung sagen. Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Momentan darf ich ja noch nix machen, obwohl ich so gerne würde. Aber erstmal kommen noch zwei Vorträge, eine Hausarbeit und drei Klausuren. Vielleicht kann ich ja mal ein bisschen was zwischendrin einschieben.
Womit wir auch schon wieder beim Thema wären. Nachdem der Vortrag Montag gelaufen ist, ist die Woche drauf der nächste fällig, für den ich noch nichts anderes getan habe, als ein Buch aus der Bibliothek auszuleihen. Na immerhin.
Ist ja noch Zeit.

Yours, Aly <3

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