Bücher oder Das mit der Wahl und der Qual

Es ist gar nicht so einfach mit den Büchern
Momentan bin ich wieder in so einer Phase, in der mir irgendwie nichts so richtig gefallen will.
Da hab ich Metro 2033 angefangen und nach knapp 100 Seiten wieder weggelegt. Dabei war ich so gespannt auf das Buch. Allerdings war ich mir nach besagten 100 Seiten nicht so recht sicher, ob ich das tatsächlich weiter lesen will. Und immerhin ist das ein ganz schön fetter Schinken. Es ist einfach nix passiert. Das allein ist an und für sich nicht schlimm, passiert doch bei anderen Büchern am Anfang auch nicht viel. Der Herr der Ringe ist ein gutes Beispiel dafür. Prinzipiell (auf die Gefahr hin, dass gleich die ersten Tolkien-Fanatiker mit Steinen nach mir schmeißen) passiert ja nicht so viel auf den ersten 100 Seiten des Buches. Aber es ist gut und schön geschrieben. Was ich von Metro 2033 nicht sagen kann. Also habe ich das nächste Bibliotheksbuch zur Hand genommen.
Wendekreis des Krebses von Henry Miller. Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch Duden – Bücher, die man kennen muss. Populäre Bestseller (fragt mich nicht, wie ich das Buch bei Amazon gefunden hab). Ich habe mir dessen Inhaltsverzeichnis zu Gemüte geführt und einfach mal ein paar Titel aufgeschrieben, die ich interessant fand. Im kompletten Buch sind dann Inhaltsangaben und Co. zu den einzelnen Titeln, welche ich aber nicht gelesen habe, da Blick-ins-Buch natürlich nicht das ganze Buch anbietet. Nur bei Exodus hab ich nachgeschaut, worum es in etwa geht.
Der Krebskreis war laut Klappentext über lange Zeit verboten und soll – wenn ich das richtig interpretiere – eine Gesellschaftskritik sein („heftiger Angriff“). Nun gut, das klingt ja recht vielversprechend.
Das Buch hat mich auf den ersten 30 Seiten extrem verwirrt. Es war irgendwie nicht so recht kohärent und äh … naja, äh … ich sag nur samentropfende Möse (frei zitiert). Okay, nicht, dass mich das stören würde, es hat mich nur so völlig unvorbereitet getroffen.
Das Buch macht es mir echt schwer, zu entscheiden, was ich davon halten soll. Deswegen habe ich auch nicht weiter gelesen. Ich weiß nicht so recht, ob ich noch weiter lesen will.Die Zeit ist zu schade für schlechte Bücher bzw. Bücher, die mir nicht gefallen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es so völlig wirr bleibt. Schwierig, schwierig. Manche Bücher brauchen ja ein bisschen Anlaufzeit. Wahrscheinlich wird es noch eine Chance bekommen und nicht zusammen mit Metro 2033 morgen zur Bibo zurückwandern. Vielleicht brauche ich auch einfach nur ein wenig, ja, nicht Abwechslung – ich habe ja recht abwechslungsreich gelesen in letzter Zeit, aber vielleicht etwas, von dem ich weiß, was mich erwartet und was ich toll finde.
So ist denn sicherlich auch naheliegend, dass ich Der Herr der Ringe weiter lese. Einfach toll.
Wenn ich meine Buchliste für dieses Jahr so anschaue, muss ich ein wenig schmunzeln. Nicht nur, weil ich seit ich A Dance with Dragons angefangen habe auch noch eine Hand voll anderer Bücher angefangen/durchgelesen habe. Aber ich weiß trotzdem noch, was passiert ist! Ich muss auch sagen, dass ich gerade kein Bedürfnis habe, es weiterzulesen. Was mir mit fast allen Bänden der ASoIaF-Serie irgendwann so erging. Ich hätte irgendwie eher Lust, den dritten Band nochmal zu lesen xD
Ein anderer Grund, der mich zum Schmunzeln bringt, ist die bereits erwähnte Vielfalt. Bestand letztes Jahr die Hälfte meiner Liste aus Terry Pratchett Büchern, ist es dieses Jahr doch schon etwas anders. Sogar vier deutsche Autoren (und Bettina Wulff) stehen drauf. Ich glaube, im vergangenen Jahr habe ich nur zwei Bücher auf Deutsch gelesen. Und dann auch noch quer durch die Genres. So Soft-Sci-Fi, Hardcore-Sci-Fi und ein Thriller. Letzterer ist eher untypisch für mich. Auch, wenn ich bis das Symbol verloren ging alle Dan Brown Dinger gelesen hab (und ja, heute habe ich mir auch das kostenlose Kindlebuch Sakrileg nicht entgehen lassen). Das war mein einziger Ausflug in die Sparte Krimi/Thriller (Stephen King zähle ich nicht dazu, weil er so ziemlich immer einen übernatürlichen Kontext hat). War einfach nicht so ganz meins. Aber Fitzek war eine nette Abwechslung und ich denke, ich werde noch weitere Bücher von ihm lesen. Vielleicht ein bisschen krank, aber gut.
Und nun werde ich mich mit der Gemeinschaft des Ringes ins Bett kuscheln. Morgen geht es früh raus zu einem neuen Zombies, Run!-Workout.

Yours, Aly <3

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