Cosplay 2013 – Progress #4

Gestern habe ich wieder fleißig gearbeitet und konnte am Ende des Tages einen fast fertigen Rock vorweisen.
Die blaue Rüsche am Rock hat mich echt Nerven gekostet. Zwei Mal habe ich sie nähen müssen. Beim ersten Versuch war die Stoffbahn so schmal geraten, dass ich sie auf die Länge nicht ordentlich wenden konnte. Der zweite Anlauf war dann breit genug. Allerdings wollte das Rüschen dann nicht so laufen, wie ich es wollte. Eine meiner beiden Hilfsnähte zum Rüschen war so komisch, dass ich sie zu nix gebrauchen konnte. Bei der anderen riss mir irgendwo mittendrin der Faden. Also beide Hilfsnähte aufgetrennt und neu genäht. Dann klappte es aber auch bei beiden Nähten mit dem Rüschen.
Das Applizieren auf die Rockbahn lief problemlos, ebenso wie das Annähen der beiden Rockbahnen an den Rockbund.
Und oh Wunder! Mein neuer Reißverschlussfuß hat es mir tatsächlich ermöglicht, einen richtig echten nahtverdeckten Reißverschluss zu fabrizieren. Ich bin absolut begeistert.
Und als der Rock am Ende sogar gepasst hat und mit Petticoat drunter sogar richtig schick aussah, war noch glücklicher.
Damit reichte es dann auch für gestern. Habe auch insgesamt ziemlich lange dran gesessen.
Heute kam dann noch die fehlende pink-rosafarbene Rüsche an den Rock und fertig war das Ding. Ich glaube, ich verzichte auf die Schleifen, die eigentlich noch dran müssten, denn ich finde ihn genau so, wie er jetzt ist, wunderschön.

Am Oberteil habe ich heute die Armausschnitte mit Schrägband versäubert. Gott, ich hab es mit dem Zeug einfach noch nicht drauf. Aber zumindest ist mir dank des tollen How-to-Videos von Riley Blake Designs das Zusammenführen der beiden Schrägbandenden gelungen. Jetzt muss mir nur mal noch wer zeigen, wie man das macht, wenn da Anfang und Ende des Schrägbandes nicht aufeinander treffen. Das sieht grad mal so richtig schei*e aus. Ich hätte es wohl doch komplett rumführen sollen. Aber egal. Da guckt hoffentlich keiner hin xD

Und um das Oberteil zu komplettieren, fehlten dann nur noch die Knöpfe und ein Schleifchen.
Und dieses Mal bin ich hundertprozentig mit den Knopflöchern zufrieden. Ich liebe meine Nähmaschine dafür. Und ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich an den Löchern nichts auszusetzen habe. *liebe*

Jetzt fehlt nur noch das Hütchen und ich kann sagen: Ganz und gar fertig!
Aber vielleicht ersetze ich das auch durch eines meiner Partyhütchen :D Würde auch gut zu Dachschaden-Pony passen.
Mein zweites Cosplay-Vorhaben habe ich im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt. Ich erfriere jetzt schon innerlich, wenn ich an Samstag denke. Da hab ich keinerlei Lust, am Freitag auch im kurzen Kleidchen durch die Gegend zu springen. Auch wenn es ein vergleichsweise warmes Kleidchen wäre. Kuschelweiches, warmes Fleece. Aber ich vertage das wohl doch besser. Aber ich mache es. Versprochen.

Yours, Aly <3

Advertisements

Cosplay 2013 – Progress #3

Und wieder fleißig gewesen.
Zwar noch nix neues zusammen genäht, dass ich meiner Schneiderpuppe anziehen kann, aber immerhin die Vorarbeit geleistet, die nötig ist, damit ich dann den Rock nähtechnisch in Angriff nehmen kann.
Ich liebe meine neue Schneidmatte in A2. Macht es einem so viel leichter, gerade Stoffbahnen zuzuschneiden. So gingen dann auch die weiße und pinke Rockbahn, sowie die pink-rosafarbene Rüsche leicht von der Hand.

Nicht im Bild ist die pinkfarbene Rockbahn. Dafür aber ganz links der Bund.
Und gestern habe ich meine Zeit damit zugebracht, die weiße Bahn zu bepinseln.

Dauert erstaunlich lange. Aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der vorletzte Lollie ist mir am besten gelungen. Ich habe keine Textilfarbe genommen, sondern Acrylfarbe. Die Textilfarbe war irgendwie zu flüssig und lief ganz hässlich auf dem Stoff aus :( Gut, dass ich nicht noch gelbe und orange Farbe gekauft hab. Ich hatte darüber nachgedacht, da ich mir nicht sicher war, ob ich es tatsächlich mit Acryl malen will. Aber letztlich wird das Ding wahrscheinlich eh nie gewaschen und selbst wenn, sollte Acryl drauf bleiben. Allerdings war ich mir wegen des Mischens nicht sicher. Pinke und orange Acrylfarbe habe ich nicht, nur die Grundfarben. Die reichen ja auch aus, aber wenn man größere Mengen braucht, kann ich schwer abschätzen, wie viel ich anmischen muss. Und wer kennt das nicht? Man hat den perfekten Farbton hinbekommen und bevor man fertig ist, ist er alle und man bekommt in auf Teufel komm raus nicht wieder so hin wie vorher. Und da habe ich überlegt, ob ich nicht fertige Farbe in den entsprechenden Tönen kaufe. Ob nun eine neue Tube Acryl oder Textilfarbe ist dem Ding ja egal. Aber als ich die schwarze Farbe für die Umrandungen probiert habe, war ich sehr unzufrieden und habe mich doch für das Malen mit Acryl entschieden. Bei der Farbe konnte ich immerhin den Wasseranteil etwas besser selbst bestimmen. Der angemischte Pinkton hat sogar von vorne bis hinten gereicht. Orange musste ich für die letzten beiden Candy Corns neu mischen, aber auch das hat super geklappt. Zumindest ist mir kein Unterschied aufgefallen.
Nun überlege ich noch, ob ich das blaue Scherpengedöns als Rüsche auf den Rock appliziere, oder das irgendwie anders mache. Als Rüsche müsste ich das ewig lang zuschneiden, immerhin ist die pinkfarbene Rockbahn schon drei Meter lang und die Rüsche müsste, damit es etwas bringt, mindestens doppelt so lang sein >_>
Naja, mal sehen. Ich werde es wohl so machen, da ich nicht glaube, dass der Stoff so richtig hübsch fällt. ist ein bisschen zu steif dafür.
Nun habt noch einen schönen Weltfrauentag :)

Yours, Aly

Cosplay 2013 – Progress #2

Dieses Mal gibt es sogar tatsächlich Fortschritt zu vermelden!
Ich habe tatsächlich angefangen zu nähen.
Und ich bin extrem froh, dass ich mir nicht ernsthaft vorgenommen hatte, während meines Heimaturlaubes was für das eine oder andere Kostüm zu machen. Muttis Nähmaschine ist furchtbar. Oder zumindest viel zu anders als meine, die ich gewöhnt bin.
Ich habe letzte Woche versucht, für Mutti eine Tasche zu nähen. Zwei Nadeln habe ich abgebrochen, ohne zu wissen, was genau eigentlich schief gelaufen ist (meine Theorie: die Nadel, zu dick war der Stoff auf keine Fall). Danach habe ich völlig entnervt aufgegeben und bei mir weiter genäht.
Die Tasche ist zwar ein Desaster, aber zumindest konnte ich sie ohne Probleme der Nähmaschine fertig nähen. Nur zufrieden bin ich gar nicht und würde sie am liebsten neu machen. Allerdings fehlt der Stoff und bis jetzt war ich zu faul, die Nähte aufzutrennen.
Aber zurück zum Cosplay.
Gestern habe ich ganz ruhig angefangen und den Schnittbogen zusammengeklebt.
Sieht dann so aus (und geht nur, wenn man reichlich Platz hat):

Viel Zeug drauf, aber zumindest übersichtlich und das Ganze reduziert sich nach dem Ausschneiden auf diese paar Teile:

Da ich gestern dann erstmal mit der Tasche für Mutti beschäftigt war, habe ich erst heute mit den Nähen der Weste angefangen. Bei strahlendem Sonnenschein (und somit perfekten Lichtbedingungen in meinem Wohnzimmer) lässt sich ein Schnittmuster einfach besser übertragen.
Um kein Risiko einzugehen, habe ich zunächst ein Probestück angefertigt (genug Bomull von Ikea hab ich ja momentan). Passt, wackelt, hat Luft. Um ehrlich zu sein: Ich war unheimlich froh, dass ich mich nicht an die Empfehlung der Anleitung gehalten habe. Nach der hätte ich das gute Stück in Größe 42 nähen sollen. Aber die 40, für die ich mich entschieden habe, war schon zu groß.
Also habe ich das endgültige Stück noch ein bisschen kleiner genäht. Da Der Stoff nicht gar so dick ist, dient das Probestück nun als Futter.
Ich bin sogar recht zufrieden mit dem Ergebnis :) Die Streifen sitzen zwar nicht an allen Stellen perfekt, aber es ging nicht anders :(
Ganz fertig ist die Weste noch nicht – an den Armausschnitten und am unteren Rand fehlt noch der Abschluss und Knöpfe sind auch noch nicht dran. Ebenso wenig wie ein bisschen Gerüsche am Kragen und die Schleife am Ausschnitt.

Schrägband habe ich noch nicht, also muss die Weste noch ein bisschen auf Fertigstellung warten. Ich hoffe, ich finde am Samstag auf dem Stoffmarkt was passendes (ansonsten muss ich es wohl selbst machen).
Beim Rock habe ich mich jetzt entschieden, wie ich ihn mache und morgen geht es dann los. Jetzt ist es ja wieder dunkel und da ist Markieren und alles etwas schwieriger.
Um die weitere Ausgestaltung der Frisur muss ich mich dann auch irgendwann kümmern. Nachdem ich die sage und schreibe 100 Lockenwickler aus der Haaren der Perücke entfernt hatte, sieht diese nun so aus

und wartet darauf weiter gestylt zu werden. So richtig einen Plan hab ich noch nicht, aber passt scho.
Noch viel zu tun also, aber auch noch genügend Zeit- Auch wenn der kommenden Samstag wegfällt (und Sonntag auch zum größten Teil). Am Samstaggeht es nämlich auf zum Stoffmarkt Holland. Ich hoffe, es wird ganz toll und regnet nicht zu viel und alles.
Und für die passenden Anregungen habe ich auch schon gesorgt (sind schicke Sachen drin):

Und im Hintergrund könnt ihr meine Supernatural-Sammlung bewundern, die sich heute um die fünfte Staffel erweitert hat (bei nicht mal €13,- konnte ich dann gestern doch nicht mehr widerstehen).
Also auf gutes Nähen!

Yours, Aly <3

Cosplay 2013 – Progress #1

Zwischen Lernen für Klausuren, krank sein und endlich mal wieder richtig aufräumen (in letzter Zeit war das nur noch strategisches Umverteilen und Stapel bilden), habe ich es tatsächlich auch geschafft, mal etwas für mein Cosplay zu tun.
Und zwar mehr, als nur Schnittmuster auszudrucken.
Meine Perücke für Samstag muss gestylt werden, das stand ja fest. Glatt wie sie ist, geht das schlecht als buschige „Dachschaden-Pony“*-Mähne durch. Also müssen zunächst Locken in die Haarpracht.
Von den Lockenwicklern hatte ich ja schonmal geschrieben. In der Zwischenzeit habe ich tatsächlich die verloren geglaubten Wickler, die ich vor Urzeiten mal gekauft hatte, wiedergefunden und hatte nun also reichlich zur Verfügung (es waren wohl zwei zusätzliche Packungen, ergo insgesamt nun fünf).
Ich habe mich dann dran gemacht und versucht die Haare auf die Wickler zu drehen. Wow. Kanekalon ist störrisch. Ich habe nebenbei noch mit meinen Heizwicklern und mit dem Lockenstab an der Perücke rumprobiert um herauszufinden, welches Lockenergebnis mir am ehesten zusagt.
Die Heizwickler brachten kein sichtbares Ergebnis (wahrscheinlich war ich zu ungeduldig und hab noch dazu zu dicke Strähnen genommen, ich weiß nicht) und mit dem Lockstab war ich auch nicht glücklich (ich glaub, der ist kaputt, der ist nämlich nicht mehr richtig heiß geworden).
Hach, naja. Also den ganzen Kopf vollwickeln. Am vergangenen Freitag habe ich aber erstmal nur ein paar gemacht und dann gleich mit heißem Wasser übergoss, um das fertige Resultat bewundern zu können.
Das kam dabei raus:

Um wenn man die ein bisschen ausbürstet, höhö. Ich glaub, am Ende wird es ein Afro. Ich freu mich jedenfalls schonmal ganz doll drauf.
Samstag hab ich weiter gewickelt. Und nach etwas mehr als der Hälfte des Kopfes hatte ich keine Wickler mehr. Ja. Man glaube es kaum, aber meine geschätzt fünf Packungen á 12 Wickler waren verbraucht. Da ich weder Lust noch Zeit hatte, mich am Samstag noch aufzumachen und neue zu kaufen, wurde das auf Dienstag verschoben. Da habe ich nun nochmal vier Packungen á 12 Stück gekauft (dieses Mal im MäcGeiz statt im Rossmann, da sind sie noch 25 Cent günstiger xD). Auch die habe ich noch fast komplett verbraten. Ist echt der Wahnsinn, wie viel Haar da auf der Perücke ist. Aber dafür hatte ich es am Ende auch tatsächlich raus, die Haare halbwegs ordentlich draufzuwickeln.
Am Ende kam eine Kanne fast kochenden Wassers drüber und jetzt trocknet sie in der Badewanne vor sich hin. Bin sehr gespannt.
Das war es dann allerdings auch schon mit meinem Fortschritt. Es war ja aber noch genug anderes zu tun und so habe ich auch kein schlechtes Gewissen, dass ich einen Monat vor der LBM noch nicht richtig angefangen habe.
Da man auf meinen letzten Fotos die Knöpfe nicht sehen konnte und ich sie einfach zu niedlich finde, gibt es jetzt eine Großaufnahme der guten Stücke zum Bestaunen:

Sie sind klein, aber fein. Es graut mir zwar davor, die ganzen Knopflöcher zu nähen, aber ich glaube, dass dieses kleine Detail sich lohnt.
Auch noch mit dazu gekommen sind diese Wimpern aus dem Faschingsbedarf:

Wobei ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob ich sie tatsächlich benutzen werde.
Und ich habe Schuhe! Perfekte, pinkfarbene Ballerinas! Sie haben sogar eine Schleife. Und Ballerinas sind mir irgendwie lieber als Stöckelschuhe oder so. Eben doch bequemer für einen ganzen Tag. Nur für Freitag weiß ich noch nicht so recht, was für Schuhe ich da anziehen soll. Ich habe ein paar rosafarbene Sandaletten, die gut passen dürften, aber die haben Pfennigabsatz. Naja. Ist ja noch ein bisschen hin. Zur Not geh ich barfuß xD

So viel also zu meinem Vorankommen in der Cosplay-Abteilung.

Yours, Aly <3

* So nannte eine liebe Mit-Tweeterin die gute Pinkie Pie. Stimmt ja auch.

Ideen für kalte Tage: Adventskalender Türchen 13

Die 13! Ich bringe Unheil und so. Nein, Spaß. Ist ja nicht mal Freitag. Seid ihr eigentlich abergläubisch bei solchen Sachen? Ich persönlich mag die 13 und deswegen freue ich mich, heute das 13. Türchen mit und für euch zu öffnen.
Auch heute werde ich wieder handarbeitstechnisch aktiv mit euch. Allerdings ohne viele Bilderchen (so viel wäre da wahrscheinlich nicht zu erkennen, da ich zumindest heute keinen Strickkurs mit euch machen möchte).
Also holt die Stricknadeln raus und los geht's!

~Weihnachtliche Baskenmütze~

Ihr braucht:

  • 7 Spielnadeln Stärke 3 (ein Nadelspiel mit 5 Nadeln reicht auch, ist aber etwas komplizierter)
  • ca. 50 g Wolle für Nadelstärke 2.5 – 3; Lauflänge ca. 400 m auf 100 g; Maschenprobe: 36 Maschen x 44 Reihen = 10 x 10 cm (ich habe vor 2 Jahren bei Buttinette das Weihnachtssocken-Wolle-Paket gekauft und nun endlich mal verwendet)
  • Wollnadel oder andere Nadel ohne Spitze

Prinzipiell kann man jede Art von Wolle nehmen. Wenn ihr dickere habt, müsst ihr nur die Maschenzahl entsprechend anpassen (und natürlich auch dickere Nadeln nehmen). Besonders hübsch sieht natürlich bunte Wolle aus, bei der die Streifen aus „dem Knäuel kommen“. Da gibt es besonders bei Sockenwolle eine große Auswahl.

Wie wird’s gemacht?

  • auf 4 Nadeln verteilt 116 Maschen anschlagen (= 29 Maschen pro Nadel) und zur Runde schließen; die 116 Maschen entsprechen etwa 53 cm, mit Hilfe der Maschenprobe, die auf die Banderole eines Wollknäuels aufgedruckt ist, könnt ihr die Maschenzahl ggf. anpassen, wenn ihr dickere/dünnere Wolle habt
  • etwa 3 cm im Rippenmuster (= 2 Maschen rechts, 2 Maschen links) stricken (bei mir waren das 11 Runden)
  • in der nächsten Runde wie folgt arbeiten:
    1. 1 Masche rechts stricken
    2. 1 Masche rechts verschränkt aus dem Querfaden zunehmen
    3. 2 Maschen rechts stricken
    4. 1 Masche rechts verschränkt aus dem Querfaden zunehmen
    5. 2 Maschen rechts stricken
    6. 1 Masche rechts verschränkt aus dem Querfaden zunehmen
    7. 1. – 6. wiederholen bis zum Rundenende
  • die jetzt 186 Maschen gleichmäßig auf 6 Nadeln verteilen (= 31 Maschen pro Nadel)
  • nun etwa 10 cm glatt rechts stricken (ich hab einen recht großen Kopf und bei mir reichte das so aus)
  • ab jetzt in jeder Runde die letzten beiden Maschen einer Nadel zusammenstricken bis auf jeder Nadel noch 1 Masche ist
  • über die letzten 6 Maschen noch 7 Runden arbeiten
  • Maschen mit dem Arbeitsfaden zusammenziehen und alle Fadenenden vernähen

Und fertig ist eure Baskenmütze!
Ich fand, es ging erstaunlich schnell. Ich würde sagen, ich habe zwei Nachmittage intensiv daran gearbeitet (wenn man es zusammenrechnet). Also nicht so viel Zeitaufwand und leicht war es zu dem auch. Sechs Nadeln können zwar manchmal etwas nerven, aber das Ergebnis macht das wett.
Ich wollte es erst mit nur vier Nadeln durchziehen, habe mich aber aufgrund der hohen Maschenzahl pro Nadel und der leichteren Maschenabnahme habe ich mich dann jedoch dagegen entschieden. Nachdem mir ständig fast Maschen von der Nadel gefallen sind und ich mir ein zweites Nadelspiel in Stärke 3 gekauft hatte.

Apropos Nadeln: Es gibt ja die richtig teuren und günstige von MäcGeiz oder Pfennigpfeiffer. Ich habe hauptsächlich die günstigen von letzteren Anbietern. Ich bin mit denen vollkommen zufrieden. Bei Wolle bin ich mir noch nicht so sicher. Das nächste Modell habe ich mit Markengarn gearbeitet und muss sagen … wow. Das ist echt ein gewaltiger Unterschied.

~Kapuzenschal~

Ihr braucht:

  • 7 Knäule Lana Grossa Mille II (5 für den Schal, 2 für die Kapuze)
  • Rundstricknadeln Stärke 8
  • große Wollnadel

Die kontrastfarbige Kapuze ist bei mir ein wenig aus der Not geboren, weil die dunklere Farbe im Wollladen meines Vertrauens zur Zeit nicht nachgeliefert wird. Da der Schal aber ein Geschenk für jemanden zu Weihnachten ist, habe ich dann eben einen anderen Ton genommen. Sieht aber auch toll aus :)
Ich habe diese Anleitung als Grundlage für den Kapuzenschal genommen. Bei der Kapuze habe ich versucht, die Maschenzahl und Reihenzahl an meine Garnstärke anzupassen. Die Taschen habe ich weggelassen. Genauso wie die Ohren. Schwiegermama in Spe mag zwar Katzen, aber das erschien mir dann doch unpassend :P
Man sieht ein bisschen aus wie Altaïr, wenn man die Kapuze auf hat :D

Anleitung:

  • Schal
    • 26 Maschen anschlagen, davon sind 2 für den Rand und 24 für das Rippenmuster; wenn ihr euren Schal breiter oder schmaler wollt, schlagt 24 ± Vielfache von 4 + 2 Maschen an, das sorgt dafür, dass der Rand gleichmäßiger wird
    • der Rand wird sowohl in Hin- als auch in Rückreihe folgendermaßen gearbeitet:
      • 1 Masche der Reihe mit dem Faden vor der Arbeit wie zum Linksstricken abheben (aber nicht stricken)
      • letzte Masche der Reihe rechts stricken
    • Hinreihe: Rippenmuster mit 2 Maschen rechts, 2 Maschen links, beginnend mit den rechten Maschen
    • Rückreihe: wie Hinreihe
    • wiederholen, bis 5 Knäule Mille II fast verbraucht sind (wenn ihr tatsächlich damit arbeitet, sollte der Schal nicht viel kürzer werden, ansonsten kann man ihn am Ende nicht zubinden)
    • zu guter Letzt noch die Maschen abketten
  • Kapuze aus 2 Teilen
    • 22 Maschen anschlagen, dabei einen langen Faden lassen (zum späteren Zusammennähen
    • etwa 21 cm glatt rechts stricken
    • ab hier die Zunahmen wie in der verlinkten Anleitung arbeiten (ich habe jeweils die letzten beiden Zunahmen ausgelassen), nach dem Abketten ebenfalls den Faden sehr lang lassen
  • die Kapuzenteile rechts auf rechts mit einem Fadenende zusammennähen
  • den Schal in der Mitte falten und die Kapuze aufstecken (am besten fixiert sich das Ganze mit Sicherheitsnadeln) und mit Fadenenden festnähen
  • enden und freuen, dass man fertig ist

Man muss natürlich nicht die Fadenenden zum Festnähen nehmen, aber da man die sowieso irgendwie vernähen muss, ist das eine perfekte Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie lange es dauert, den Schal zu machen. Ich habe fünfmal neu angefangen, weil ich nicht zufrieden war mit dem Muster, das ich gewählt hatte, weil mir der Schal zu breit war, weil mir der Rand nicht gefallen hat. Hier zeigt sich die gute Qualität der Wolle: sie hat das anstandslos mitgemacht.
Für die Kapuze habe ich inkl. Nähen etwa vier bis fünf Stunden gebraucht.
Es gibt auch Anleitungen, bei denen die Kapuze nicht extra gestrickt wird, sondern zusammen mit dem Schal. Schaut einfach mal im Netz umher.

Und zu guter Letzt noch ein Ausblick auf mein aktuelles Mützenprojekt:

Das erste Mal mit Zopfmuster. Macht Spaß, ist aber auch etwas anstrengender. Zumindest immer in der Runde, in der „gezopft“ wird. Nicht schwierig, nur etwas anstrengender, weil man immer wieder Maschen von einer Nadel auf die andere schiebt und aufpassen muss, dass die dann korrekt vor oder hinter der Arbeit liegen.

So, ich hoffe, die ein oder andere greift nun tatsächlich zu Wolle und Nadel und nutzt einen bitterkalten Abend um ein wenig zu stricken.
Morgen findet ihr euer Türchen hier.
Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Adventszeit <3

Yours,
Aly <3