Bücher oder Das mit der Wahl und der Qual

Es ist gar nicht so einfach mit den Büchern
Momentan bin ich wieder in so einer Phase, in der mir irgendwie nichts so richtig gefallen will.
Da hab ich Metro 2033 angefangen und nach knapp 100 Seiten wieder weggelegt. Dabei war ich so gespannt auf das Buch. Allerdings war ich mir nach besagten 100 Seiten nicht so recht sicher, ob ich das tatsächlich weiter lesen will. Und immerhin ist das ein ganz schön fetter Schinken. Es ist einfach nix passiert. Das allein ist an und für sich nicht schlimm, passiert doch bei anderen Büchern am Anfang auch nicht viel. Der Herr der Ringe ist ein gutes Beispiel dafür. Prinzipiell (auf die Gefahr hin, dass gleich die ersten Tolkien-Fanatiker mit Steinen nach mir schmeißen) passiert ja nicht so viel auf den ersten 100 Seiten des Buches. Aber es ist gut und schön geschrieben. Was ich von Metro 2033 nicht sagen kann. Also habe ich das nächste Bibliotheksbuch zur Hand genommen.
Wendekreis des Krebses von Henry Miller. Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch Duden – Bücher, die man kennen muss. Populäre Bestseller (fragt mich nicht, wie ich das Buch bei Amazon gefunden hab). Ich habe mir dessen Inhaltsverzeichnis zu Gemüte geführt und einfach mal ein paar Titel aufgeschrieben, die ich interessant fand. Im kompletten Buch sind dann Inhaltsangaben und Co. zu den einzelnen Titeln, welche ich aber nicht gelesen habe, da Blick-ins-Buch natürlich nicht das ganze Buch anbietet. Nur bei Exodus hab ich nachgeschaut, worum es in etwa geht.
Der Krebskreis war laut Klappentext über lange Zeit verboten und soll – wenn ich das richtig interpretiere – eine Gesellschaftskritik sein („heftiger Angriff“). Nun gut, das klingt ja recht vielversprechend.
Das Buch hat mich auf den ersten 30 Seiten extrem verwirrt. Es war irgendwie nicht so recht kohärent und äh … naja, äh … ich sag nur samentropfende Möse (frei zitiert). Okay, nicht, dass mich das stören würde, es hat mich nur so völlig unvorbereitet getroffen.
Das Buch macht es mir echt schwer, zu entscheiden, was ich davon halten soll. Deswegen habe ich auch nicht weiter gelesen. Ich weiß nicht so recht, ob ich noch weiter lesen will.Die Zeit ist zu schade für schlechte Bücher bzw. Bücher, die mir nicht gefallen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es so völlig wirr bleibt. Schwierig, schwierig. Manche Bücher brauchen ja ein bisschen Anlaufzeit. Wahrscheinlich wird es noch eine Chance bekommen und nicht zusammen mit Metro 2033 morgen zur Bibo zurückwandern. Vielleicht brauche ich auch einfach nur ein wenig, ja, nicht Abwechslung – ich habe ja recht abwechslungsreich gelesen in letzter Zeit, aber vielleicht etwas, von dem ich weiß, was mich erwartet und was ich toll finde.
So ist denn sicherlich auch naheliegend, dass ich Der Herr der Ringe weiter lese. Einfach toll.
Wenn ich meine Buchliste für dieses Jahr so anschaue, muss ich ein wenig schmunzeln. Nicht nur, weil ich seit ich A Dance with Dragons angefangen habe auch noch eine Hand voll anderer Bücher angefangen/durchgelesen habe. Aber ich weiß trotzdem noch, was passiert ist! Ich muss auch sagen, dass ich gerade kein Bedürfnis habe, es weiterzulesen. Was mir mit fast allen Bänden der ASoIaF-Serie irgendwann so erging. Ich hätte irgendwie eher Lust, den dritten Band nochmal zu lesen xD
Ein anderer Grund, der mich zum Schmunzeln bringt, ist die bereits erwähnte Vielfalt. Bestand letztes Jahr die Hälfte meiner Liste aus Terry Pratchett Büchern, ist es dieses Jahr doch schon etwas anders. Sogar vier deutsche Autoren (und Bettina Wulff) stehen drauf. Ich glaube, im vergangenen Jahr habe ich nur zwei Bücher auf Deutsch gelesen. Und dann auch noch quer durch die Genres. So Soft-Sci-Fi, Hardcore-Sci-Fi und ein Thriller. Letzterer ist eher untypisch für mich. Auch, wenn ich bis das Symbol verloren ging alle Dan Brown Dinger gelesen hab (und ja, heute habe ich mir auch das kostenlose Kindlebuch Sakrileg nicht entgehen lassen). Das war mein einziger Ausflug in die Sparte Krimi/Thriller (Stephen King zähle ich nicht dazu, weil er so ziemlich immer einen übernatürlichen Kontext hat). War einfach nicht so ganz meins. Aber Fitzek war eine nette Abwechslung und ich denke, ich werde noch weitere Bücher von ihm lesen. Vielleicht ein bisschen krank, aber gut.
Und nun werde ich mich mit der Gemeinschaft des Ringes ins Bett kuscheln. Morgen geht es früh raus zu einem neuen Zombies, Run!-Workout.

Yours, Aly <3

Lesen in der Schule

Immer mal wieder denke ich an die Bücher zurück, die ich in der Schule lesen musste.
Gerade jetzt, wo ich Christiane F. wieder ausgegraben habe, denke ich noch etwas mehr als sonst darüber nach.
Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass die Hälfte antiquiertes Klassikerzeug war, das wohl jedem Schüler den Spaß am Lesen nehmen könnte, wenn es so gehandhabt wird, wie das bei mir der Fall war. Ich habe nichts gegen Klassiker – ich finde schon, dass es sich gehört, mal etwas von Goethe gelesen zu haben. Zumal auf dem Gymnasium. Das zugrunde liegende Thema ist ja jeweils auch oft noch halbwegs aktuell.
Mit Gedichten war es noch schlimmer. Die wurden alle zu Tode analysiert. Warum weiß dabei keiner so genau. Stand halt so im Lehrplan.
Ob die Schüler tatsächlich verstanden hatten, worum es ging, war erstmal egal. Hauptsache, es kam am Ende eine Analyse heraus, die umfangreich genug war, um sie nicht mit einer Fünf bewerten zu müssen und Hauptsache, die Schüler hatten irgendwie eingeflochten, was sie als Hintergrundinformation gelernt hatten. So hangelte man sich dann von Alliteration zu Alliteration und von Metapher zu Metapher und betete daher, was man an Theoriewissen dazu hervorkramen konnte. Lief bei so ziemlich allen Stilfiguren darauf hinaus, dass man sagte: Der Autor macht das, um seine Aussage zu verstärken. Ganz selten hatte man vielleicht auch mal einen kreativen Moment und ging etwas über den reinen Text hinaus, zeigte tatsächlich Interpretationsansätze. Und wenn man Heine nicht ironisch fand, bekam man eine Vier (ja, das wurmt mich immer noch – kann ich doch nix, dafür, dass ich eine andere Auffassung hatte). Sinnlos ist es insofern, als dass nur die Autoren selber uns sagen könnten, was genau sie mit ihren Zeilen meinten. In neun von zehn Fällen sind die Dichter tot und Humus. Wir können sie also nicht mehr fragen und müssen uns bei unserer Interpretation der allgemeinen Meinung beugen.
Aber genug dazu, denn eigentlich ging es mir mehr um die Bücher, die wir lesen mussten.
Ich weiß nicht, ob sich das mittlerweile geändert hat, aber nach der Grundschule war es irgendwie nur noch deprimierendes Zeug.
In der Grundschule haben wir Robinson Crusoe und Ede und Unku gelesen. An zweiteres kann ich mich nur noch dunkel erinnern, aber ich glaube es war eine recht niedliche Geschichte. Robinson mag vielleicht schiffbrüchig gewesen sein, aber er führte doch dann ein sehr schönes Leben auf seiner Insel. Es war spannend und eigentlich nicht deprimierend.
Auf dem Gymnasium änderte sich das dann.
Los ging es – wenn ich mich recht entsinne – mit Die Wolke. Super-GAU in deutschem Atomkraftwerk, Chaos überall. Eltern der Hauptperson tot, der kleine Bruder stirbt vor ihren Augen und sie muss ihn begraben (oder zumindest in ein Rapsfeld tragen), sie selbst überlebt zwar, ist allerdings verstrahlt und auf sich gestellt. Genau, dass was man mit 12, 13 Jahren lesen will.
Die richtige Diskussion über die Inhalte blieb natürlich bei dem eng gestrickten Lehrplan irgendwo auf der Strecke.
Das nächste Buch, an das ich mich erinnern kann, war Christian F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Was dahinter stand, war natürlich klar. Wir lasen es in dem Alter, in dem Christiane bereits heroinsüchtig war und auf den Strich ging. Abschreckung und Aufklärung war wohl das Gebot der Stunde. Aber auch hier letztlich nur oberflächliches Gefasel. Dass ich das Buch regelmäßig wieder gelesen habe, zeugt jedoch davon, dass ich es gut fand und finde.
Die Reihenfolge der Bücher, die dann kamen, weiß ich nicht mehr. Nur noch so ungefähr, was in der Sekundarstufe I und was in der Sekundarstufe II dran war.
Höhepunkt in Sekundarstufe I war wohl Im Westen nichts Neues. Das Buch habe ich weitestgehend verdrängt. Ich finde wahrlich nicht, dass es Not tut, Kindern sowas aufzuzwingen. Krieg ist furchtbar, aber mit 14 hat es mir gereicht, im Geschichtsunterricht über die Erfindung der humanen Tötung durch die Guillotine zu erfahren. Ich brauchte nicht noch Paul Bäumer. Am wenigsten brauchte ich die Verfilmung dazu.
Der Schimmelreiter war auch wenig besser.
Nathan der Weise war vielleicht nicht deprimierend, aber ich fand ihn mit seiner Ringparabel nervtötend. Zumal ich kaum glaube, dass man ohne in anderen Fächern etwas über Religionskonflikte gehört zu haben, den Sinn verstanden hat (und ja, ich musste das jetzt googlen).
Schiller mochte ich eh noch nie so wirklich, es wird also niemanden überraschen, dass mir Die Räuber und Kabale und Liebe nicht mal gefallen haben. Mal abgesehen davon, waren am Ende alle tot. Was soll das denn? Blöde Dramen.
Wahrscheinlich habe ich jetzt irgendwas dazwischen vergessen. Vielleicht verdrängt, dass ich doch Romeo und Julia lesen musste. Ich weiß es nicht.
Ach ja. Genau. Es gab da noch Unterm Birnbaum, ein kruder Kriminalroman. Ja, Mord und Totschlag ziehen sich durch die Schulliteratur wie nichts anderes. Und Die Welle war da natürlich auch noch. Das war toll, hatte ich es doch gerade freiwillig ein knappes Jahr vorher schon gelesen. War jetzt auch nicht wirklich erbauliche Literatur.
In der Sekundarstufe II wurde es nicht besser. Wenisgtens hatte Das Käthchen von Heilbronn ein positives Ende. Dazwischen war es gewöhnungsbedürftig.
Faust lass ich jetzt mal aus meinen Betrachtungen raus. Bei Goethe bin ich nicht objektiv genug.
Ob Der Vorleser nun positiv oder negativ ist, sei jedem selbst überlassen. Ich finde Verführung Minderjähriger und dann noch eine Nazivergangenheit einfach zu viel. Und deprimierend.
Effi Briest habe ich dann zumindest recht inbrünstig gelesen und gehofft, es plätschere nicht einfach nur so vor sich hin und sie trete mit einem großen Knall ab. Nicht nur, dass ich dahingehend enttäuscht wurde, nein. Das Buch war auch noch von vorne bis hinten deprimierend. Erzwungene Heirat, blöder Ehemann tötet den Geliebten im Duell und verstößt seine Frau, die irgendwann einsam an einer Lungenentzündung stirbt.
Das schärfste war dann wohl aber der Zeitpunkt, an dem wir uns mit moderner Literatur beschäftigt haben und ich Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot lesen durfte. Das mussten sich nicht alle aus meinem Kurs antun, da wurde nämlich verteilt und man musste das Buch, das einem aufgehalst wurde, vorstellen. Ich sage jetzt bewusste aufgehalst, weil das Buch für mich eine Zumutung war. Ich hab nichts dagegen, wenn viele Leute in Büchern vorkommen. Ich hab nichts dagegen, wenn die alle irgendwie miteinander zu tun haben. Ich hab auch nichts dagegen, wenn am Ende alle tot sind – das bin aus meiner Schullaufbahn ja mittlerweile gewöhnt. Aber das war echt der Hammer. Moderne Literatur ist etwa so wie moderne Kunst. Für mich meist nicht fassbar.
Ich glaube, den Deutschunterricht habe ich damit so ziemlich abgedeckt.
Englisch war nicht viel besser. Ich kann mich an drei Bücher erinnern: Shirley Valentine, Brave New World und Of Mice and Men.
Das schlimmste davon war wohl letzteres. Ein so verdammt gutes Buch, aber wohl auch eines der deprimierendsten, das ich je in der Schule lesen musste. Und (zumindest in meiner Erinnerung) grandios mit Gary Sinise und John Malkovich in den Hauptrollen verfilmt.

Eigentlich ist es ein Wunder, dass mir die Schule das Lesen nicht ausgetrieben hat. Viele Bücher, wenig Zeit und richtig verdauen konnte man die Geschichten auch nie, geschweige denn richtig nachbesprechen. Schließlich lauerte da schon die nächste tragische Story, die man den Schülern vorsetzen musste.

Ich möchte nochmal deutlich machen, dass ich trotz meiner jetzt vielleicht negativ wirkenden Meinung, die meisten Bücher gut fand und auch im Regal stehen habe. Ich finde es lediglich jetzt, mit genügend Abstand zur Schulzeit, so extrem auffällig, dass wir kaum schöne Bücher gelesen haben. Dass eben viele Bücher am Ende einen Leichenberg liegen hatten. Das ist mir in der Schulzeit selbst nie bewusst aufgefallen. Aber da hatte man auch keine Zeit, richtig über das nachzudenken, was einem da vorgesetzt wurde (Lust wahrscheinlich auch nicht). Ich persönlich finde im Nachhinein (und auch weil ich Lehrerin werde und mir Gedanken mache, wie Schule für Schüler schöner werden könnte), dass man sich von den strengen Vorgaben lösen sollte und es den Schülern freier stellen sollte, was sie lesen. Immerhin sollte es Ziel sein, dass die Schüler Spaß daran haben. Und es findet sich wohl zu jeder Thematik, die behandelt werden soll, auch etwas, das den Schülern gefällt. Dann liest eben nicht jeder dasselbe Buch, aber was macht das denn? Analysieren üben und Meinungsbildung fördern kann man an jedem Buch.

Yours, Aly <3

Heiße Liebe zum Dessert

Das neue Jahr beginnt sogleich mit einem neuen Buch. Lange schon fristet es sein Dasein in meinem Regal und obwohl ich mir schon fast sicher war, es nie zu lesen, habe ich es nicht bei meiner riesen Aussortieraktion weggeworfen.
Nun hat eine demokratische, sogar beschlussfähige Zweidrittel-Mehrheit bestehend aus meinem Freund und einer Freundin beschlossen, dass dies meine aktuelle Lektüre sein solle. Zur Auswahl standen Sealed with a Kiss von Carly Phillips und eben Heiße Liebe zum Dessert von Jennifer Crusie und Bob Mayer. Mein Favorit war ersteres, meine Freundin sagte ohne Umschweife „Heiße Liebe!“, und mein Freund meinte: „Heiße Liebe zum Dessert ist der dümmere Titel, nimm das.“. Und so begann ich am Mittwoch das Buch zu lesen.
Fertig bin ich noch nicht (bin auf Seite 212, was einem Fortschritt von rund 44,4% entspricht), aber meine Meinung kann ich ja trotzdem schonmal kundtun.
Das Buch ist nicht schlecht. Zumindest nicht so, dass ich es nach kurzer Zeit wieder aus der Hand gelegt hätte und gedacht hätte: „Zeitverschwendung.“. Es ist wahrlich keine hohe Kunst, an manchen Stellen frage ich mich, ob das auch im Original so dumm klänge oder ob es an einer schlechten Übersetzung liegt (zeitweise finde ich es etwas holprig), aber immerhin will ich wissen, wie es weiter geht.
Ich möchte wissen, ob die Hochzeit am Ende stattfindet (okay, das ist eigentlich keine Frage, bei so einem Buch muss die Hochzeit stattfinden; falls nicht, wäre ich sehr positiv überrascht) und ob es tatsächlich eine Flamingohochzeit wird. Ich möchte wissen, ob sich meine Theorie vom lebendigen, irren, 25 Jahre im Atomschutzbunker versteckten Paten bestätigt oder ob sie doch nur seine Leiche finden (oder nichts). Und ich möchte wissen, was Agnes morgen zum Frühstück macht!
Himmel. Wenn das Buch auch sonst nicht besonders doll ist, so macht es Lust auf opulentes Frühstück. In meinem Falle hieße das schon überhaupt etwas zu essen, dass dieser Bezeichnung würdig ist – eine Scheibe Toast ist das meiner Ansicht nach nicht.
Aber wenn ich so des Nachts ins Bettchen gekuschelt lese, wie Agnes Würstchen und Omelette zum Frühstück bereitet, wie die Butter in der Pfanne langsam zergeht und sich ihr Duft ausbreitet, mit dem würzigen Geruch der Würstchen vermischt und das Omelette so fluffig ist, dass es auf der Zunge zergeht, ja, da bekomm‘ ich Lust, sowas auch zu machen.
Und so dachte ich mir Mittwoch: Hey, du hast noch Würstchen! Morgen gibt es zum Frühstück Würstchen und Omelette!
Und ich habe es getan! In Ermangelung von Paprika gab es zwar nicht das beschriebene Paprika-Käse-Omelette, sondern „nur“ Rührei, aber was soll’s? Es war göttlich. Schnell zubereitet und lecker – was will man mehr? Und das bei meiner Wenigkeit, die sich manchmal die eine Scheibe Toast reinquälen muss, weil sie früh einfach keinen Hunger hat.
Nun habe ich gestern abend (naja, eher heute ganz früh) weiter gelesen und durfte am nächste Frühstück von Agnes teil haben. Pfannkuchen.
Mein Gedanke: Du hast Karamellsirup und in einem Kochbuch ist ein Rezept für amerikanische Pancakes. Morgen gibt es Pancakes zum Frühstück!
Und wieder stand ich zu meinem Wort und habe Pancakes gemacht. Der Clou hier: Der Teig muss nach dem Zusammenrühren ein bisschen ruhen. Perfekt, um in der Zwischenzeit zu duschen. Auch gehen sie schnell von der Hand. Je nachdem für wie viele Leute man die Pancakes macht, würde ich sagen 15 – 20 Minuten plus etwa 15 Minuten Ruhezeit für den Teig. Und dazu dann ein schöner Milchkaffee. So kann der Tag beginnen. Da stört nicht mal der deprimierende Blick aus dem Fenster.
Also allein dafür lohnt es sich bereits, dieses Buch zu lesen.
Ich bin gespannt, was es als nächstes zum Frühstück gibt und ob ich wieder Lust zum Nachkochen habe (und zufällig wieder alle nötigen Zutaten im Haus).

Yours, Aly <3

A Song of Ice and Laziness

So.
Nun haben wir den Salat.
Nach dem sonntäglichen Erotikbuch-Desaster sah mein Leseplan ja eigentlich so aus:
Munter Lovecraft’sche Kurzgeschichten lesen, da ich ja eigentlich keine Zeit zum Lesen zum privaten Vergnügen habe. Aber eine Kurzgeschichte ist vor dem Schlafen schnell geschafft und man hat auch nicht das nagende Bedürfnis zu erfahren wie die Geschichte weiter geht, denn sie ist ja zu Ende. Und bis auf die Großen Alten (IÄ! IÄ! Cthulhu fhtagn!) haben die Geschichten nicht so recht was mit einander zu tun. Quasi perfekt.
Heute nun hatte ich irgendwie keine Lust (und Lovecraft auf Englisch ist irgendwann auch ein bisschen anstrengend) und anstatt irgendwas aus dem Regal zu greifen, dass ich nach kürzester Zeit entnervt wieder zurückstelle, dachte ich mir:
Naja, ein Kapitel in A Storm of Swords. Passt scho.
Ja. Ne. Ein Kapitel? Ha!
Sechs sind es geworden (in etwa 70 Seiten, damit hab ich jetzt ca. 9% des Buches geschafft wie mir der Kindle mitteilte) und jetzt lockt auch noch das erste Daenerys-Kapitel des Buches T.T
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es geradezu schmerzhaft spannend ist und ich unbedingt wissen will, wie es mit den Charakteren weiter geht. Immerhin steht das erste Bran-Kapitel noch aus und ich muss es bestätigt kriegen, dass mir sicherlich nicht der Gefallen getan wird, dass ich kein weiteres Theon-Kapitel lesen muss. Leider sterben nie die Leute, denen ich es am meisten wünsche (Joffrey lebt ja auch immer noch und ein langsamer, qualvoller Tod, der seines Charakters würdig ist, ist nicht in Sicht).
Was mich dazu bringt, dass es mich auf’s Äußerste verwirrt hat (und immer noch verwirrt), dass Rakharo in der Serie gestorben ist. Zumindest am Ende des zweiten Buches erfreute er sich noch bester Gesundheit (ja, ich weiß, es hatte irgendwelche triftigen Gründe, aber es war trotzdem komisch). Und wo wir grad bei der grandiosesten Serie sind, die ich je gesehen habe[1], werde ich mich jetzt ganz offiziell und öffentlich outen:
Ich will mehr Renly x Loras Szenen! Und bitte mit Sex![2]
Kann ja nicht sein, dass immer nur Frauen in der Serie beim Sex gezeigt werden (und das reichlich und auch mit einer anderen Frau! Wo ist da die Gleichberechtigung?).
Aber wie das eben mit meinen Wünschen so ist, sie werden nicht erfüllt. Ich gehe sehr stark davon aus, dass Renly in der nächsten Folge das Zeitliche segnet und dann war’s das mit den beiden *seufz* Dabei sind die so ein hübsches Paar.
Tja.
Und jetzt ist es schon spät und ich muss immer noch den komischen Mathe-Beweis für meine Bachelor-Arbeit machen. Oder anderen Unikram. Davon gibt es grad einen großen Berg.
Aber die Priority-Queue ist wie immer nach Datum sortiert und der Beweis muss bis morgen 12:30Uhr fertig sein. Hardware-Praktikum und OOP dürfen also warten :)

Yours, Aly


[1] Ich glaube, dass ich das tatsächlich ohne jegliche Übertreibung sagen kann.

[2] Kennt jemand eine gute Fanfiction? :P

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Gibt es gute Erotik-Romane?

Ich lese gerne und so viel, wie meine Zeit zulässt.
Meistens abends bevor ich das Licht ausschalte und mich in Morpheus‘ Arme begebe. Da hat man nicht immer Lust auf hochtrabende und anstrengende Literatur (außerdem hat man im Unialltag schon genug damit zu tun).
Manchmal ist dann selbst eine Kurzgeschichte von Lovecraft zu anstrengend und A Song of Ice and Fire will man sowieso nicht weiter lesen, weil man weiß, dass es einen nur deprimierend wird.
So oder so ähnlich erging es mir gestern.
Ich starrte also auf eines meiner Bücheregale und überlegte, welches Buch ich mir greifen könnte.
Ich entschied mich, trotz schlimmer Vorahnung, für Der Kuss des Satyrs.

Klappentext besagt folgendes:

Die Toskana im 19. Jahrhundert. Für Jane sollte ein Traum in Erfüllung gehen, als der attraktive Nicolas sie heiratet. Doch Jane ist eine unkonventionelle Frau, die nicht bereit ist, sich ihrem Gemahl brav unterzuordnen. Sie ahnt nicht, dass Nicolas ein Geheimnis hat: Einmal im Monat, bei Vollmond verwandelt er sich in einen Satyr, jenen mythischen Naturgeist, der nur für die Leidenschaft lebt …

Ja. Ein erotischer Roman.
Ich hatte da mal irgendwann eine Phase und hab das aus mir heute unbekannten Gründen gekauft (wahrscheinlich hat mir das Cover gefallen), ins Regal gestellt und nicht mehr angeguckt. Amazon erinnert mich aber regelmäßig mittels Newsletter an seine Existenz und berichtet mir stolz, dass es weitere Bände gibt, die mich sicher auch interessieren.
Nun, ich begann also zu lesen.
Standardmäßig kam natürlich ein Prolog. Man lernt den Hauptcharakter (besagten Nicolas) kennen, den Wer-Satyr mit zwei Penissen. Zwei Penisse?! Ich dachte erst, ich les‘ nicht richtig. Aber doch: Anscheinend war ein Satyr nicht nur ein lustiges Gemisch aus Mensch und Pferd (oder Esel, Darstellungen variieren), nein! Er hatte auch zwei Penisse!
Das war mir neu und der Moment, in dem ich mich vergewisserte, dass das Buch von einer Frau geschrieben war. (Es erscheint mir eher wie eine männliche Wunschvorstellung.)
Egal. Darüber könnte ich hinweg sehen, den hat der Wer-Satyr nur einmal im Monat und auch nur bis zum ersten Orgasmus während des Vollmondes.
Worüber ich nicht hinweg sehen konnte, war der grausam klischeelastige Schreibstil und die schon nach 2 Seiten als Stereotypen erkennbaren Charaktere.
Also packte ich das Buch nach vielleicht 10 Seiten weg und las stattdessen eine Kurzgeschichte von Lovecraft (Polaris, falls es jemand gern auch lesen möchte, war interessant).
 
Mir stellte sich nach diesem „Erlebnis“ wieder die Frage:
Gibt es gute Erotik-Literatur?
Nicht zu kitschig, noch kein Porno und vielleicht nicht nur eine Aneinanderreihung von Klischeesätzen (Seine breiten Schultern drohten seine Weste zu sprengen oder sowas) und stereotypen Charakteren?
Oder muss ich das doch selbst in Angriff nehmen und den ersten guten Erotikroman schreiben?

Yours, Aly

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