Bücher oder Das mit der Wahl und der Qual

Es ist gar nicht so einfach mit den Büchern
Momentan bin ich wieder in so einer Phase, in der mir irgendwie nichts so richtig gefallen will.
Da hab ich Metro 2033 angefangen und nach knapp 100 Seiten wieder weggelegt. Dabei war ich so gespannt auf das Buch. Allerdings war ich mir nach besagten 100 Seiten nicht so recht sicher, ob ich das tatsächlich weiter lesen will. Und immerhin ist das ein ganz schön fetter Schinken. Es ist einfach nix passiert. Das allein ist an und für sich nicht schlimm, passiert doch bei anderen Büchern am Anfang auch nicht viel. Der Herr der Ringe ist ein gutes Beispiel dafür. Prinzipiell (auf die Gefahr hin, dass gleich die ersten Tolkien-Fanatiker mit Steinen nach mir schmeißen) passiert ja nicht so viel auf den ersten 100 Seiten des Buches. Aber es ist gut und schön geschrieben. Was ich von Metro 2033 nicht sagen kann. Also habe ich das nächste Bibliotheksbuch zur Hand genommen.
Wendekreis des Krebses von Henry Miller. Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch Duden – Bücher, die man kennen muss. Populäre Bestseller (fragt mich nicht, wie ich das Buch bei Amazon gefunden hab). Ich habe mir dessen Inhaltsverzeichnis zu Gemüte geführt und einfach mal ein paar Titel aufgeschrieben, die ich interessant fand. Im kompletten Buch sind dann Inhaltsangaben und Co. zu den einzelnen Titeln, welche ich aber nicht gelesen habe, da Blick-ins-Buch natürlich nicht das ganze Buch anbietet. Nur bei Exodus hab ich nachgeschaut, worum es in etwa geht.
Der Krebskreis war laut Klappentext über lange Zeit verboten und soll – wenn ich das richtig interpretiere – eine Gesellschaftskritik sein („heftiger Angriff“). Nun gut, das klingt ja recht vielversprechend.
Das Buch hat mich auf den ersten 30 Seiten extrem verwirrt. Es war irgendwie nicht so recht kohärent und äh … naja, äh … ich sag nur samentropfende Möse (frei zitiert). Okay, nicht, dass mich das stören würde, es hat mich nur so völlig unvorbereitet getroffen.
Das Buch macht es mir echt schwer, zu entscheiden, was ich davon halten soll. Deswegen habe ich auch nicht weiter gelesen. Ich weiß nicht so recht, ob ich noch weiter lesen will.Die Zeit ist zu schade für schlechte Bücher bzw. Bücher, die mir nicht gefallen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es so völlig wirr bleibt. Schwierig, schwierig. Manche Bücher brauchen ja ein bisschen Anlaufzeit. Wahrscheinlich wird es noch eine Chance bekommen und nicht zusammen mit Metro 2033 morgen zur Bibo zurückwandern. Vielleicht brauche ich auch einfach nur ein wenig, ja, nicht Abwechslung – ich habe ja recht abwechslungsreich gelesen in letzter Zeit, aber vielleicht etwas, von dem ich weiß, was mich erwartet und was ich toll finde.
So ist denn sicherlich auch naheliegend, dass ich Der Herr der Ringe weiter lese. Einfach toll.
Wenn ich meine Buchliste für dieses Jahr so anschaue, muss ich ein wenig schmunzeln. Nicht nur, weil ich seit ich A Dance with Dragons angefangen habe auch noch eine Hand voll anderer Bücher angefangen/durchgelesen habe. Aber ich weiß trotzdem noch, was passiert ist! Ich muss auch sagen, dass ich gerade kein Bedürfnis habe, es weiterzulesen. Was mir mit fast allen Bänden der ASoIaF-Serie irgendwann so erging. Ich hätte irgendwie eher Lust, den dritten Band nochmal zu lesen xD
Ein anderer Grund, der mich zum Schmunzeln bringt, ist die bereits erwähnte Vielfalt. Bestand letztes Jahr die Hälfte meiner Liste aus Terry Pratchett Büchern, ist es dieses Jahr doch schon etwas anders. Sogar vier deutsche Autoren (und Bettina Wulff) stehen drauf. Ich glaube, im vergangenen Jahr habe ich nur zwei Bücher auf Deutsch gelesen. Und dann auch noch quer durch die Genres. So Soft-Sci-Fi, Hardcore-Sci-Fi und ein Thriller. Letzterer ist eher untypisch für mich. Auch, wenn ich bis das Symbol verloren ging alle Dan Brown Dinger gelesen hab (und ja, heute habe ich mir auch das kostenlose Kindlebuch Sakrileg nicht entgehen lassen). Das war mein einziger Ausflug in die Sparte Krimi/Thriller (Stephen King zähle ich nicht dazu, weil er so ziemlich immer einen übernatürlichen Kontext hat). War einfach nicht so ganz meins. Aber Fitzek war eine nette Abwechslung und ich denke, ich werde noch weitere Bücher von ihm lesen. Vielleicht ein bisschen krank, aber gut.
Und nun werde ich mich mit der Gemeinschaft des Ringes ins Bett kuscheln. Morgen geht es früh raus zu einem neuen Zombies, Run!-Workout.

Yours, Aly <3

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Lesen in der Schule

Immer mal wieder denke ich an die Bücher zurück, die ich in der Schule lesen musste.
Gerade jetzt, wo ich Christiane F. wieder ausgegraben habe, denke ich noch etwas mehr als sonst darüber nach.
Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass die Hälfte antiquiertes Klassikerzeug war, das wohl jedem Schüler den Spaß am Lesen nehmen könnte, wenn es so gehandhabt wird, wie das bei mir der Fall war. Ich habe nichts gegen Klassiker – ich finde schon, dass es sich gehört, mal etwas von Goethe gelesen zu haben. Zumal auf dem Gymnasium. Das zugrunde liegende Thema ist ja jeweils auch oft noch halbwegs aktuell.
Mit Gedichten war es noch schlimmer. Die wurden alle zu Tode analysiert. Warum weiß dabei keiner so genau. Stand halt so im Lehrplan.
Ob die Schüler tatsächlich verstanden hatten, worum es ging, war erstmal egal. Hauptsache, es kam am Ende eine Analyse heraus, die umfangreich genug war, um sie nicht mit einer Fünf bewerten zu müssen und Hauptsache, die Schüler hatten irgendwie eingeflochten, was sie als Hintergrundinformation gelernt hatten. So hangelte man sich dann von Alliteration zu Alliteration und von Metapher zu Metapher und betete daher, was man an Theoriewissen dazu hervorkramen konnte. Lief bei so ziemlich allen Stilfiguren darauf hinaus, dass man sagte: Der Autor macht das, um seine Aussage zu verstärken. Ganz selten hatte man vielleicht auch mal einen kreativen Moment und ging etwas über den reinen Text hinaus, zeigte tatsächlich Interpretationsansätze. Und wenn man Heine nicht ironisch fand, bekam man eine Vier (ja, das wurmt mich immer noch – kann ich doch nix, dafür, dass ich eine andere Auffassung hatte). Sinnlos ist es insofern, als dass nur die Autoren selber uns sagen könnten, was genau sie mit ihren Zeilen meinten. In neun von zehn Fällen sind die Dichter tot und Humus. Wir können sie also nicht mehr fragen und müssen uns bei unserer Interpretation der allgemeinen Meinung beugen.
Aber genug dazu, denn eigentlich ging es mir mehr um die Bücher, die wir lesen mussten.
Ich weiß nicht, ob sich das mittlerweile geändert hat, aber nach der Grundschule war es irgendwie nur noch deprimierendes Zeug.
In der Grundschule haben wir Robinson Crusoe und Ede und Unku gelesen. An zweiteres kann ich mich nur noch dunkel erinnern, aber ich glaube es war eine recht niedliche Geschichte. Robinson mag vielleicht schiffbrüchig gewesen sein, aber er führte doch dann ein sehr schönes Leben auf seiner Insel. Es war spannend und eigentlich nicht deprimierend.
Auf dem Gymnasium änderte sich das dann.
Los ging es – wenn ich mich recht entsinne – mit Die Wolke. Super-GAU in deutschem Atomkraftwerk, Chaos überall. Eltern der Hauptperson tot, der kleine Bruder stirbt vor ihren Augen und sie muss ihn begraben (oder zumindest in ein Rapsfeld tragen), sie selbst überlebt zwar, ist allerdings verstrahlt und auf sich gestellt. Genau, dass was man mit 12, 13 Jahren lesen will.
Die richtige Diskussion über die Inhalte blieb natürlich bei dem eng gestrickten Lehrplan irgendwo auf der Strecke.
Das nächste Buch, an das ich mich erinnern kann, war Christian F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Was dahinter stand, war natürlich klar. Wir lasen es in dem Alter, in dem Christiane bereits heroinsüchtig war und auf den Strich ging. Abschreckung und Aufklärung war wohl das Gebot der Stunde. Aber auch hier letztlich nur oberflächliches Gefasel. Dass ich das Buch regelmäßig wieder gelesen habe, zeugt jedoch davon, dass ich es gut fand und finde.
Die Reihenfolge der Bücher, die dann kamen, weiß ich nicht mehr. Nur noch so ungefähr, was in der Sekundarstufe I und was in der Sekundarstufe II dran war.
Höhepunkt in Sekundarstufe I war wohl Im Westen nichts Neues. Das Buch habe ich weitestgehend verdrängt. Ich finde wahrlich nicht, dass es Not tut, Kindern sowas aufzuzwingen. Krieg ist furchtbar, aber mit 14 hat es mir gereicht, im Geschichtsunterricht über die Erfindung der humanen Tötung durch die Guillotine zu erfahren. Ich brauchte nicht noch Paul Bäumer. Am wenigsten brauchte ich die Verfilmung dazu.
Der Schimmelreiter war auch wenig besser.
Nathan der Weise war vielleicht nicht deprimierend, aber ich fand ihn mit seiner Ringparabel nervtötend. Zumal ich kaum glaube, dass man ohne in anderen Fächern etwas über Religionskonflikte gehört zu haben, den Sinn verstanden hat (und ja, ich musste das jetzt googlen).
Schiller mochte ich eh noch nie so wirklich, es wird also niemanden überraschen, dass mir Die Räuber und Kabale und Liebe nicht mal gefallen haben. Mal abgesehen davon, waren am Ende alle tot. Was soll das denn? Blöde Dramen.
Wahrscheinlich habe ich jetzt irgendwas dazwischen vergessen. Vielleicht verdrängt, dass ich doch Romeo und Julia lesen musste. Ich weiß es nicht.
Ach ja. Genau. Es gab da noch Unterm Birnbaum, ein kruder Kriminalroman. Ja, Mord und Totschlag ziehen sich durch die Schulliteratur wie nichts anderes. Und Die Welle war da natürlich auch noch. Das war toll, hatte ich es doch gerade freiwillig ein knappes Jahr vorher schon gelesen. War jetzt auch nicht wirklich erbauliche Literatur.
In der Sekundarstufe II wurde es nicht besser. Wenisgtens hatte Das Käthchen von Heilbronn ein positives Ende. Dazwischen war es gewöhnungsbedürftig.
Faust lass ich jetzt mal aus meinen Betrachtungen raus. Bei Goethe bin ich nicht objektiv genug.
Ob Der Vorleser nun positiv oder negativ ist, sei jedem selbst überlassen. Ich finde Verführung Minderjähriger und dann noch eine Nazivergangenheit einfach zu viel. Und deprimierend.
Effi Briest habe ich dann zumindest recht inbrünstig gelesen und gehofft, es plätschere nicht einfach nur so vor sich hin und sie trete mit einem großen Knall ab. Nicht nur, dass ich dahingehend enttäuscht wurde, nein. Das Buch war auch noch von vorne bis hinten deprimierend. Erzwungene Heirat, blöder Ehemann tötet den Geliebten im Duell und verstößt seine Frau, die irgendwann einsam an einer Lungenentzündung stirbt.
Das schärfste war dann wohl aber der Zeitpunkt, an dem wir uns mit moderner Literatur beschäftigt haben und ich Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot lesen durfte. Das mussten sich nicht alle aus meinem Kurs antun, da wurde nämlich verteilt und man musste das Buch, das einem aufgehalst wurde, vorstellen. Ich sage jetzt bewusste aufgehalst, weil das Buch für mich eine Zumutung war. Ich hab nichts dagegen, wenn viele Leute in Büchern vorkommen. Ich hab nichts dagegen, wenn die alle irgendwie miteinander zu tun haben. Ich hab auch nichts dagegen, wenn am Ende alle tot sind – das bin aus meiner Schullaufbahn ja mittlerweile gewöhnt. Aber das war echt der Hammer. Moderne Literatur ist etwa so wie moderne Kunst. Für mich meist nicht fassbar.
Ich glaube, den Deutschunterricht habe ich damit so ziemlich abgedeckt.
Englisch war nicht viel besser. Ich kann mich an drei Bücher erinnern: Shirley Valentine, Brave New World und Of Mice and Men.
Das schlimmste davon war wohl letzteres. Ein so verdammt gutes Buch, aber wohl auch eines der deprimierendsten, das ich je in der Schule lesen musste. Und (zumindest in meiner Erinnerung) grandios mit Gary Sinise und John Malkovich in den Hauptrollen verfilmt.

Eigentlich ist es ein Wunder, dass mir die Schule das Lesen nicht ausgetrieben hat. Viele Bücher, wenig Zeit und richtig verdauen konnte man die Geschichten auch nie, geschweige denn richtig nachbesprechen. Schließlich lauerte da schon die nächste tragische Story, die man den Schülern vorsetzen musste.

Ich möchte nochmal deutlich machen, dass ich trotz meiner jetzt vielleicht negativ wirkenden Meinung, die meisten Bücher gut fand und auch im Regal stehen habe. Ich finde es lediglich jetzt, mit genügend Abstand zur Schulzeit, so extrem auffällig, dass wir kaum schöne Bücher gelesen haben. Dass eben viele Bücher am Ende einen Leichenberg liegen hatten. Das ist mir in der Schulzeit selbst nie bewusst aufgefallen. Aber da hatte man auch keine Zeit, richtig über das nachzudenken, was einem da vorgesetzt wurde (Lust wahrscheinlich auch nicht). Ich persönlich finde im Nachhinein (und auch weil ich Lehrerin werde und mir Gedanken mache, wie Schule für Schüler schöner werden könnte), dass man sich von den strengen Vorgaben lösen sollte und es den Schülern freier stellen sollte, was sie lesen. Immerhin sollte es Ziel sein, dass die Schüler Spaß daran haben. Und es findet sich wohl zu jeder Thematik, die behandelt werden soll, auch etwas, das den Schülern gefällt. Dann liest eben nicht jeder dasselbe Buch, aber was macht das denn? Analysieren üben und Meinungsbildung fördern kann man an jedem Buch.

Yours, Aly <3

Random Thoughts #4

Zum Beginn des neuen Jahres kommt heute mal wieder ein buntes Potpourri von Dingen, die nicht umfangreich genug sind, ihnen einen eigenen Eintrag zu widmen oder die es schlicht nicht wert sind.
So zum Beispiel 50 Shades of Grey.
Ich habe immer noch keinen Ahnung, wo genau das herkam, aber plötzlich war es da und gehypt noch und nöcher. Auf jeder Bestellerliste auf Platz eins, bei Amazon immer irgendwo in den Empfehlungen. Worum genau es eigentlich geht war nie so richtig herauszufinden; also hab ich mir auf Wikipedia mal eine Zusammenfassung durchgelesen.
Oh Gott. Naja. Ich muss es ja nicht lesen.
Irgendwann war ich dann aber doch so gelangweilt (und ich ziehe ja nur ungern voreilige Schlüsse), dass ich angefangen hab, es doch zu lesen.
Ja. War noch schlimmer als ich erwartet hatte. Die Story ist … naja, nicht die hohe Kunst, wäre aber sicherlich erträglicher, wenn die Autorin nicht einen so offensichtlich begrenzten Wortschatz hätte. Meine Güte, ich hab storytechnisch sicherlich schon ähnlich anspruchsvolle Bücher gelesen und Sachen, die noch weniger Story hatten. Dann hat Ana bei ihrem ersten Mal auch noch „Holy cow.“ gemurmelt (das haben alle ständig gemacht! murmeln! alle haben gemurmelt, verdammte Scheiße, kein normaler Mensch macht das ständig!). Das war ja schon eigentlich das, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat, aber ich hab trotzdem eisern weitergelesen. Aber dann kam dieser ominöse Vertrag. Das war es dann für mich. Ich hab mich eine Runde kringelig gelacht und das Buch vom Kindle gelöscht. Ein Drittel hab ich immerhin gelesen. Und kann jetzt sagen:
Ich hätte aus der Zusammenfassung ruhig den vorschnellen Schluss ziehen sollen, dass das Buch Zeitverschwendung ist.
Ich habe mich dann entschieden, ein zweites Mal Auf Befehl des Königs zu lesen, dieses Mal allerdings auf Englisch. Auch nicht superanspruchsvoll, aber wenigstens ist der Wortschatz von Julie Garwood größer. Und das Buch ist witzig. Und die weibliche Hauptrolle ist nicht gnadenlos dämlich und stolpert über ihre eigenen Füße.

Monatsfavoriten Dezember 2012

  • Jade Maybelline Volum‘ Express Mascara, Fb. Schwarz
  • Astor Anti Shine Mattitude Puder, Fb. 002
  • essence breaking dawn pt.2 Rouge
  • Kiko Rouge, Fb. 110
  • Balea Professional Oil Repair Haaröl
  • Parfüm (ganz allgemein, kein spezielles)

Gelesene Bücher 2012

  1. Schweinsgalopp (Terry Pratchett)
  2. A Clash of Kings (George R.R. Martin)
  3. A Hat full of Sky (Terry Pratchett)
  4. I shall wear Midnight (Terry Pratchett)
  5. The Tributes of Panem (Suzanne Collins)
  6. Catching Fire (Suzanne Collins)
  7. Mockingjay (Suzanne Collins)
  8. Harry Potter and The Chamber of Secrets (J. K. Rowling)
  9. A Storm of Swords (George R.R. Martin)
  10. Equal Rites (Terry Pratchett)
  11. Wyrd Sisters (Terry Pratchett)
  12. Lords and Ladies (Terry Pratchett)
  13. Reckless – Lebendige Schatten (Cornelia Funke)
  14. Der Hobbit – Oder Hin und zurück (J.R.R. Tolkien)
  15. Hogfather (Terry Pratchett)
  16. Risen 2 – Dark Waters (Steven Savile)
  17. The Bride (Julie Garwood)

Dazu kommen ein Drittel von 50 Shades of Grey und etwa 80 Seiten von Rattentanz, bevor ich jeweils entschieden habe, dass die Bücher meine Zeit nicht wert sind. Und etwa 10% der Complete works of H.P. Lovecraft (da lese ich immer so mal zwischendurch weiter, sind ja Kurzgeschichten).
Und welches war das beste unter den 17? Schwer zu sagen, weil sie sich teilweise nicht vergleichen lassen; Pratchett und Martin sind Welten. Von daher: Lords and Ladies und A Storm of Swords. Das eine, weil ich mich schlapp gelacht hab und das andere, weil es gut war und ist. Und den Tiffany-Zyklus, zu dem A Hat full of Sky und I shall wear Midnight gehören, kann ich sowieso nur jedem empfehlen. Aber hier würde ich sagen: Mit dem ersten Buch des Zyklus‘ anfangen und in richtiger Reihenfolge lesen, ansonsten ist die Entwicklung, die Tiffany durchmacht ein wenig konfus. A Song of Ice and Fire empfehle ich sowieso ungefragt jedem, der mir übern Weg läuft und sich mit mir über Bücher unterhält. Alerdings nur, wenn man nichts schönes lesen will. Versteht mich nicht falsch. Die Bücher sind unheimlich gut, nur nicht schön. Ist auch der Grund, warum ich grad nicht weiter lesen will. Mir steht grad der Sinn nach etwas Schönem. Deswegen auch als letztes Buch des vergangenen Jahres The Bride.

Der Entschluss ist gefallen: Im Februar trenne ich mich von meinen langen Haaren. Ein bisschen wehmütig wird mir schon zumute, aber es muss sein. Der Stufenschnitt nervt mich extrem und beim letzten Friseurbesuch hat die Trulla mir die Haare total asymmetrisch geschnitten. Nie wieder zu dem Friseur. Ich habe meine Lektion gelernt. Spontan und geizig sein ist eine schlechte Kombination.

Positiv überrascht hat mich übrigens Der Hobbit – Eine unerwartete Reise. Ich war ja sehr skeptisch. Bin es bez. der Aufteilung in drei Filme auch immer noch, aber den ersten fand ich toll. Martin Freeman ist ein toller Bilbo und die Zwerge sind auch gut besetzt. Und sie haben die Lieder übernommen! Gesungen! Ich war begeistert. Da hatte der Film mich.

Oh Gott, ich bin so froh, dass ich bei mir kein Privatfernsehen hab. Werbung macht einen ja bald genauso blöd wie das Nachmittagsprogramm bei RTL.

Und damit machen wir mal Schluss für heute :)

Yours, Aly <3

Tabula Rasa

Wie stellte mein Freund doch gestern fest: Der Juli war ein ganz schön trauriger Monat, oder? Nichts geschafft, Träume begraben…
Naja.
Ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht.
Ich habe endlich etwas geschafft, das schon lange überfällig war. Es stand nur nicht auf meiner To-do-Liste. Es war quasi eine spontane Entscheidung.
Es war dringend mal an der Zeit richtig aufzuräumen. Und zwar nicht nur oberflächlich getreu des Mottos: „Ja, ich hab alles aufgeräumt! Wie, du willst in den Schrank gucken? Nee, lass mal lieber. Steinschlag-Gefahr.“
Das heißt natürlich, dass auch aussortiert werden muss.
Bei meinem Kleiderschrank schaffe ich das mittlerweile regelmäßig 2 – 3 Mal im Jahr. Alles andere…naja. Die Schubfächer quellen über mit Krims, in den Schränken sammelt sich Krams. Wie das eben so ist.
Und so stehen in den Badezimmerschränken angefangene Shampooflaschen in Hülle und Fülle neben Duschgels und Bodylotions, deren Alter man gar nicht erst vermuten mag.
3 Stunden habe ich allein in meinem Bad verbracht, die Schränke ausgeräumt, aussortiert, geputzt und wieder eingeräumt. Ich hab kurzen Prozess mit den Sachen gemacht. Ziemlich viel landete dabei in der Tonne oder wanderte zumindest aus dem Bad in meine Kammer (ja, ich hab eine Kammer, dafür aber keinen Kellerraum). Und am Ende war das Bad blitzeblank und alles, was so hinter die Schränke gepurzelt war, war wieder hervorgezaubert.
Aber gut, Kosmetika aussortieren ist nicht so schwer.
In meinen Zimmer häufte sich da ein ganz anderes Problem: Bücher.
Ich liebe Bücher. Und Bücher haben die Angewohnheit, dass sie sich nicht aufbrauchen wie z.B. Shampoo. Auf Vorrat kauft man sie aber trotzdem. Und so habe ich in insgesamt 5 Regalen so viele angehäuft, dass sie in vielen Fächern doppelreihig stehen mussten. Der größte Teil hat bereits 2 Umzüge hinter sich. Einige sogar 3 (ich weiß allerdings nicht genau, wie viele, sehr wenige aber nur). Immer habe ich mich dagegen gesträubt, an dieser Situation mal etwas zu ändern. Bücher sind immerhin toll und übervolle Regale fand ich lange Zeit einfach toll. Sind ja auch was zu angeben. Aber inzwischen? Ich habe mittlerweile einen Ebook-Reader. Kommt dem herrschenden Platzmangel sehr entgegen. Aber was nun machen mit den Büchern, die bereits seit 8 Jahren unbeachtet im Regal vor sich hinstauben? Ja, sowas hab ich. Gekauft im Buchrausch. Weil das Cover interessant aussah. Weil der Klappentext interessant klang. Weil ich grad in der Phase historischer Romantikkram war. Weil ich ja die anderen Bücher von Stephen King auch hab. Weil es nur €1,99 gekostet hat. Weil ich es geschenkt bekommen hab. Oder weil ich nostalgisch bin und mich eben nicht von Bücher trennen kann.
Aber warum sowas behalten? Warum ein Buch, das ich gelesen hab und nicht nochmal lesen werde behalten? Warum ein Buch, das ich nur im Regal umhergeschoben aber sonst nicht mal mit dem Popo angeguckt hab, aufheben? Mit meinen Klamotten mache ich das doch auch nicht. Wenn ich etwas ein Jahr nicht mehr angezogen hab, sortiere ich es doch auch aus. Klar, schade um das Geld, das ich bzw. andere dafür ausgegeben hab, aber bei der Begründung müsste ich ja alles aufheben.
Rational gesehen also eine leichte Entscheidung. Für mich war es trotzdem schwer. Aber was sein muss, muss sein.
Und so habe ich in meinen Bücherregalen tabula rasa gemacht gemacht und alles aussortiert, was ich nicht noch einmal oder ganz bestimmt nie lesen werde. Insgesamt, mit allen Mangas und so, müssen es wohl an die 100 Stück gewesen sein. Stolze Zahl. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass ich trotzdem noch viele Bücher habe. Und ich durchaus noch ein paar hätte mit ausräumen können. Die Reihe vom Dunklen Turm werde ich wohl kaum nochmal lesen, aber die sieht so hübsch aus im Regal x’D
Ein paar der Bücher haben bei einer sehr guten Freundin ein neues Zuhause gefunden (bzw. werden es finden, sobald sie die Kiste abholt). Und der Rest? Nun ja. Der ist in die Papiertonne gewandert. Und glaubt nicht, ich hätte vorher nicht geschaut, was man damit hätte machen können. Aber irgendwie wollte keine Internetplattform, auf der man Bücher zu pauschalen Preisen verkaufen kann, meine Lieblinge haben. Und auf Ebay hatte ich keine Lust. Da wäre der Gewinn nach Abzug von Gebühren und Versand auch verschwindend gering. Tja. Und so wurden sie letzte Woche Mittwoch von der Müllabfuhr abgeholt und fuhren ihrem Schicksal entgegen.
Danach ging es mir irgendwie besser. Es hatte schon etwas befreiendes, sich von diesem „Ballast“ zu trennen.
Der Rest war dann Schmuck am Nachthemd.
Und so kann ich also sagen, dass ich im Juli doch was tolles geschafft hab :)

Yours, Aly

A Song of Ice and Laziness

So.
Nun haben wir den Salat.
Nach dem sonntäglichen Erotikbuch-Desaster sah mein Leseplan ja eigentlich so aus:
Munter Lovecraft’sche Kurzgeschichten lesen, da ich ja eigentlich keine Zeit zum Lesen zum privaten Vergnügen habe. Aber eine Kurzgeschichte ist vor dem Schlafen schnell geschafft und man hat auch nicht das nagende Bedürfnis zu erfahren wie die Geschichte weiter geht, denn sie ist ja zu Ende. Und bis auf die Großen Alten (IÄ! IÄ! Cthulhu fhtagn!) haben die Geschichten nicht so recht was mit einander zu tun. Quasi perfekt.
Heute nun hatte ich irgendwie keine Lust (und Lovecraft auf Englisch ist irgendwann auch ein bisschen anstrengend) und anstatt irgendwas aus dem Regal zu greifen, dass ich nach kürzester Zeit entnervt wieder zurückstelle, dachte ich mir:
Naja, ein Kapitel in A Storm of Swords. Passt scho.
Ja. Ne. Ein Kapitel? Ha!
Sechs sind es geworden (in etwa 70 Seiten, damit hab ich jetzt ca. 9% des Buches geschafft wie mir der Kindle mitteilte) und jetzt lockt auch noch das erste Daenerys-Kapitel des Buches T.T
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass es geradezu schmerzhaft spannend ist und ich unbedingt wissen will, wie es mit den Charakteren weiter geht. Immerhin steht das erste Bran-Kapitel noch aus und ich muss es bestätigt kriegen, dass mir sicherlich nicht der Gefallen getan wird, dass ich kein weiteres Theon-Kapitel lesen muss. Leider sterben nie die Leute, denen ich es am meisten wünsche (Joffrey lebt ja auch immer noch und ein langsamer, qualvoller Tod, der seines Charakters würdig ist, ist nicht in Sicht).
Was mich dazu bringt, dass es mich auf’s Äußerste verwirrt hat (und immer noch verwirrt), dass Rakharo in der Serie gestorben ist. Zumindest am Ende des zweiten Buches erfreute er sich noch bester Gesundheit (ja, ich weiß, es hatte irgendwelche triftigen Gründe, aber es war trotzdem komisch). Und wo wir grad bei der grandiosesten Serie sind, die ich je gesehen habe[1], werde ich mich jetzt ganz offiziell und öffentlich outen:
Ich will mehr Renly x Loras Szenen! Und bitte mit Sex![2]
Kann ja nicht sein, dass immer nur Frauen in der Serie beim Sex gezeigt werden (und das reichlich und auch mit einer anderen Frau! Wo ist da die Gleichberechtigung?).
Aber wie das eben mit meinen Wünschen so ist, sie werden nicht erfüllt. Ich gehe sehr stark davon aus, dass Renly in der nächsten Folge das Zeitliche segnet und dann war’s das mit den beiden *seufz* Dabei sind die so ein hübsches Paar.
Tja.
Und jetzt ist es schon spät und ich muss immer noch den komischen Mathe-Beweis für meine Bachelor-Arbeit machen. Oder anderen Unikram. Davon gibt es grad einen großen Berg.
Aber die Priority-Queue ist wie immer nach Datum sortiert und der Beweis muss bis morgen 12:30Uhr fertig sein. Hardware-Praktikum und OOP dürfen also warten :)

Yours, Aly


[1] Ich glaube, dass ich das tatsächlich ohne jegliche Übertreibung sagen kann.

[2] Kennt jemand eine gute Fanfiction? :P

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